Deutsche Bahn

Seniorin stürzt über Stolperkante am Mescheder Bahnhof

Eine gefährliche Stolperkante - hier gelb markiert -   ist nach dem Bahnhofumbau entstanden.

Foto: Max Karsten

Eine gefährliche Stolperkante - hier gelb markiert - ist nach dem Bahnhofumbau entstanden. Foto: Max Karsten

Meschede.   Durch den Umbau an Gleis 1 ist am Mescheder Bahnhof eine gefährliche Stolperkante entstanden. Es gab schon die ersten Unfälle.

Eine Kante am neugestalteten Bahnhof entpuppt sich als gefährliche Stolperfalle. Der Zug fährt an Gleis 1 ein, Mechthild Westerbarkey blickte sich suchend nach ihrer Bekannten um, ein Schritt zurück. Sie stolpert über eine gelbe, etwa sechs Zentimeter hohe Kante, sie strauchelt ihr Fuß findet auch keinen Halt auf den weißen taktilen Feldern, die sich anschließen und sie stürzt aufs Pflaster. Die Meschederin erleidet Hämatome und Schürfwunden.

Beim Anruf in der Redaktion ist sie weiter erbost über die „völlig unnötige Kante.“ Dabei habe sie noch Glück gehabt, sagt sie. „Ich hätte mir auch was brechen können.“ Sie glaubt, sie ist kein Einzelfall. „Ich könnte mir vorstellen, dass da jeden Tag jemand stolpert.“

Die Stadt bestätigt, dass Mechthild Westerbarkey nicht die Erste ist, die an der Stelle gestürzt ist. „Vor einiger Zeit ist an dieser Kante schon einmal eine Frau zu Fall gekommen; die Bahn hat die Stufe daraufhin umgestaltet – die bis dahin weiße Markierung ist seitdem gelb“, informiert der Stadt-Pressesprecher Jörg Fröhling.

„Offenbar ist man sich der Stolpergefahr bewusst.“ Auch die Stadt habe gemeinsam mit der BIV, der Behinderten-Interessenvertretung, die Bahn bereits auf das Problem aufmerksam gemacht. „Passiert ist aber weiter nichts.“ Da es sich um Bahngelände handele, könne man mehr nicht tun.

Bahn kennt das Problem

Die Bahn bestätigt auf Nachfrage unserer Zeitung, dass die Kante in ihrem Zuständigkeitsbereich liegt. „Im Zuge der Modernisierung und des barrierefreien Ausbaus der Station Meschede wurden auch die Bahnsteighöhen angepasst, um den Reisenden in Meschede einen stufenfreien Zustieg in die Züge zu ermöglichen.“

Der dadurch entstandene Höhenunterschied von mehr als 30 Zentimeter lasse sich in dem genannten Bereich leider nicht vollständig durch ein Gefälle überbrücken. „Durch die angrenzende Bebauung steht nicht genügend Platz zur Verfügung, das Gefälle würde zu steil.“ Entsprechend habe man einen Teil des Höhenunterschiedes durch die Kante überbrücken müssen.

Problem: Begrenzter Platz

„Um das aber deutlich sichtbar zu machen, haben wir die Kante bereits mit einem gelben Sicherheitsstreifen markiert“, betont der Bahn-Pressesprecher. Darüber hinaus prüfe man derzeit, inwieweit eine Anpassung bei der taktilen Pflasterung möglich ist, um die Kante durch einen farblichen Kontrast noch besser hervorzuheben. Auch hierbei müsse allerdings der begrenzte Platz in diesem Bereich berücksichtigt werden.

Folgen Sie der WP Meschede auf Facebook

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik