Tourismus

Schmallenberger Fichte wird zum Frankfurter Weihnachtsbaum

Trotz des trüben Wetters bei der Besichtigung überzeugt dieser Kandidat: Hoch hinaus über die Wipfel der umstehenden Bäume ragt die Spitze der Rotfichte, die schon bald nach Frankfurt umziehen soll.

Foto: Philipp Wegener

Trotz des trüben Wetters bei der Besichtigung überzeugt dieser Kandidat: Hoch hinaus über die Wipfel der umstehenden Bäume ragt die Spitze der Rotfichte, die schon bald nach Frankfurt umziehen soll. Foto: Philipp Wegener

Bödefeld/Fleckenberg.   Eine 124 Jahre alte Rotfichte aus Schmallenberg soll den Frankfurter Weihnachtsmarkt schmücken. Davor gibt es noch eine große Herausforderung.

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Noch steht sie im Stadtwald zwischen Fleckenberg und Latrop, doch schon bald soll die 124 Jahre alte Rotfichte umziehen: Eine Delegation aus Frankfurt am Main hat sie als Attraktion für den dortigen Weihnachtsmarkt ausgewählt.

Der nach Schätzungen des Stadtförsters Siegfried Hunker 33 Meter hohe und stolze 8,5 Tonnen schwere Koloss soll in der Adventszeit als Weihnachtsbaum auf dem dortigen Römerberg stehen, der erst recht zu dieser Jahreszeit ein Touristenmagnet ist.

Förster präsentiert zwei Kandidaten

Nachdem klar war, dass das Schmallenberger Sauerland den Baum in diesem Jahr stellen wird, hatte Hunker im Stadtwald Ausschau nach passenden Exemplaren gehalten. Mindestens 30 Meter hoch und gut gewachsen sollten die Kandidaten sein. Genauso wichtig ist aber ein anderes Kriterium: der Standort. Denn Fällung und Abtransport des hölzernen Riesen sind eine logistische Herausforderung.

Einer Delegation aus Frankfurt präsentierte der Stadtförster während einer Sauerland-Rundreise jetzt zwei Kandidaten: einen Baum bei Bödefeld und eben den zwischen Fleckenberg und Latrop, für den schließlich die Mehrheit stimmte. Anfang November soll er gefällt und an den Main transportiert werden. Das übernimmt ein Spezialunternehmen aus Freiburg, das in den vergangenen Jahren schon Erfahrungen sammeln konnte. Schlank gewachsen muss der Baum sein, denn die Äste werden für den Transport zusammengebunden – bei einer maximalen Breite von 3,50 Meter ist Schluss.

Schmallenberger finanzieren den Transport

Dem Weihnachtsbaum auf dem Römer schenken die Frankfurter in jedem Jahr viel Aufmerksamkeit – er steht als einer der höchsten Deutschlands in Konkurrenz zu denen anderer Großstädte. Traditionell stellt eine Tourismusregion den Baum, im vergangenen Jahr kam er aus Tirol, im Jahr zuvor war es eine Fichte aus Basel.

Die jeweiligen Regionen stellen den Baum kostenlos, im Gegenzug dürfen sie während des Markts an einem Stand um Urlauber werben. Auch die Transportkosten von rund 6000 Euro übernehmen die Schmallenberger.

Begehrte Marketing-Strategie

Trotz des Aufwands und der Kosten ist die Chance, den Frankfurter Weihnachtsbaum zu stellen, bei Tourismus-Regionen begehrt. „Die Bäume beziehungsweise die Regionen bis 2020 stehen schon fest, es gibt eine Art Warteliste“, sagt Thomas Feda, Geschäftsführer der Frankfurter Tourismus und Kongress GmbH.

Ist das jeweilige Exemplar erst einmal ohne Schäden in Frankfurt angekommen, wird es von der dortigen Feuerwehr mit bis zu 6000 Lichtern und 500 roten Schleifen geschmückt.

>> BUSREISE ZUR ERÖFFNUNG DES MARKTES

  • Eröffnet wird der Weihnachtsmarkt auf dem Römerberg am Montag, 27. November, um 17 Uhr.
  • Die Schmallenberger Bürger sind eingeladen, dabei zu sein: Mehrere Busse werden am Eröffnungstag um 10 Uhr von Schmallenberg nach Frankfurt fahren, die Rückfahrt ist für 21 Uhr geplant. Mitreisende zahlen 24 Euro pro Person.
  • Anmeldungen mit Angabe von Name und Wohnort sind bis zum 20. November per Mail an info@schmallenberger-sauerland.de oder telefonisch unter 02972/97400 möglich.

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