Schule

Schmallenberg: 15 Prozent der Schüler wandern ab

Für die neuen Fünftklässler startet bald die Schule - auch in Schmallenberg.

Für die neuen Fünftklässler startet bald die Schule - auch in Schmallenberg.

Foto: DPA/Marijan Murat

Schmallenberg.   Die weiterführenden Schulen sind zufrieden mit den Anmeldungen. 39 Schüler kehren Schmallenberg den Rücken. Es gibt nur wenig Zuwanderung.

39 Schüler aus dem Stadtgebiet besuchen keine weiterführende Schule in Schmallenberg - „diese haben sich in Meschede, Winterberg oder auch Lennestadt angemeldet“, erklärte Elisabeth Hansknecht vom Amt für Bildung, Kultur und Sport.

„Es handelt sich dabei um circa 15 Prozent der Schüler hier aus dem Stadtgebiet. Die Zahl lag in den vergangenen Jahren immer im ähnlichen Bereich. Dazu kommt, dass sich einige auch noch überhaupt nicht angemeldet haben“, betont sie.

Darüber hinaus gebe es nur „wenig Zuwanderung aus anderen Städten nach Schmallenberg“: Lediglich ein Kind von außerhalb habe sich - bedingt durch einen Umzug - jetzt an einer der Schulen im Stadtgebiet angemeldet.

Insgesamt zufrieden mit den Zahlen

Insgesamt sind die Schulleiter mit den Anmeldezahlen aber zufrieden: 58 Anmeldungen hat die Christine-Koch-Schule, 68 die Realschule in Bad Fredeburg und 72 das städtische Gymnasium zu verbuchen - zu beobachten ist: Im Vergleich zum Vorjahr ist die Gesamtschülerzahl sowohl am Gymnasium (-43 Schüler) als auch an der Realschule (-38 Schüler) gesunken.

Lediglich die Hauptschule hat einen Zuwachs bei der Schülerzahl zu verbuchen (+6 Schüler).

Die Schulen

Im laufenden Schuljahr besuchen laut der Schulstatistik insgesamt 234 Schüler und Schülerinnen die Klassen 4 und wechseln in die weiterführenden Schulen. In den Anmeldewochen haben sich 195 für die weiterführenden Schulen in Schmallenberg entschieden.

24 Prozent der Anmeldungen entfallen auf die Hauptschule, 29 Prozent auf die Erich-Kästner-Realschule Bad Fredeburg und 30 Prozent auf das städtische Gymnasium.

„Die Zahlen sind relativ stabil, aber sie sind immer auch abhängig davon, ob es ein geburtenstarker, oder geburtenschwacher Jahrgang war“, so Elisabeth Hansknecht. In den kommenden Jahren werde beispielsweise wieder ein leichter Rückgang der Zahlen erwartet.

Das Gymnasium

Städtisches Gymnasium: „Wir sind mit den Anmeldezahlen in diesem Jahr sehr zufrieden“, betonte Schulleiterin Dr. Elke Winekenstädde. Im Vorjahr habe das Gymnasium zwei Eingangsklassen bilden können, „dieses Jahr sind es bedingt durch die gute Resonanz drei Eingangsklassen“, erklärt sie.

Die Hauptschule

Christine-Koch-Schule : An der Hauptschule können in diesem Jahr wieder drei Eingangsklassen gebildet werden, sagt Schulleiterin Lisa Richter. Es ist die einzige Schule im Stadtgebiet, die einen Zuwachs bei der Gesamtschülerzahl zu verzeichnen hat. „Die Anmeldezahlen sind höher als prognostiziert. Das freut uns und bestätigt uns darin, dass wir eine gut funktionierende Schule sind und die Eltern mit den Angeboten zufrieden sind.“Und: „Wir hoffen, dass sich die gute Entwicklung weiterhin fortsetzt.“

Die Realschule

Erich-Kästner-Realschule: Marcel Plöger, Schulleiter der Realschule, zu den Anmeldezahlen: „Es entspricht eigentlich genau dem, was wir erwartet haben. Dass alle drei Schulen im Stadtgebiet so gut angenommen werden und die Eltern das Drei-Säulen-Angebot so annehmen finde ich klasse.“ An der Realschule werden zum kommenden Schuljahr insgesamt drei Eingangsklassen gebildet, verrät er.

Die Zukunft

Trotz der guten Zahlen stehen die Schulen im Stadtgebiet in Zukunft vor weiteren Herausforderungen, so Hansknecht. Beim Städtischen Gymnasium werden durch die Rückkehr zu G 9 beispielsweise zusätzliche Räume nötig, betonte sie. „Da müssen wir rechtzeitig eine Lösung finden.“

Denn bereits im kommenden Jahr wird das städtische Gymnasium zu „G 9“ zurückkehren: In der Schulkonferenz wurde beschlossen, dass man sich dem gesetzlichen Regelfall anschließt. Die Schülerschaft, die aktuell die fünfte Klasse besucht, wird als erster Jahrgang im Schuljahr 2026/27 wieder die Stufe 13 absolvieren.

Die Wiedereinführung von G 9 wird bei der Prognose der Schülerzahlen berücksichtigt. „Bis dahin haben wir aber noch ein wenig Zeit“, sagt Schulleiterin Elke Winekenstädde dazu. „Ich bin optimistisch, dass wir alles bis dahin geregelt haben.“

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