Gebäude

Sanierung der Schulen: Wo in den Ferien investiert wird

Ein Blick in die Toiletten am Gymnasium der Stadt Meschede.

Ein Blick in die Toiletten am Gymnasium der Stadt Meschede.

Foto: ARCHIV

Meschede/Eslohe/Bestwig/Schmallenberg.  Was wird in den Sommerferien in den heimischen Schulen saniert? Und wie ist der Zustand? Hier ist unsere Übersicht.

In den Sommerferien findet in den Schulen kein Unterricht statt. Dafür nutzen die Städte und Gemeinden diese Zeit für Reparaturen und Sanierungen. Hier ist unsere Übersicht.

Für Meschede und Bestwig ist Jörg Fröhling der Pressesprecher der Kommunen. Er sagt: „Die kommunalen Schulen sind sicherlich baulich in einem Zustand, in dem sie ordnungsgemäß und auch angemessen betrieben werden können. Durch verschiedene Förderprogramme, zum Beispiel das Konjunkturprogramm II vor einigen Jahren, oder auch durch die Förderung nach dem Kommunalinvestitionsfördergesetz, hat es immer wieder Möglichkeiten gegeben, baulich tätig zu werden.“

Senkung der Energieverbräuche

In Meschede sei besonders viel Geld in die energetische Gebäudesanierung investiert worden. „Dies führt zu einer Senkung der Energieverbräuche und damit – immer vor dem Hintergrund, dass Energiepreise tendenziell eher steigen – zu einer Abfederung der Bewirtschaftungskosten“, sagt Fröhling. „Im Idealfall werden dadurch Mittel frei, die anderweitig in den Schulbereich investiert werden können – beispielsweise um pädagogische Maßnahmen umsetzen zu können.“

Die baulichen Maßnahmen in Bestwig haben schwerpunktmäßig die Barrierefreiheit der Gebäude betroffen. Fröhling: „Hier ist insbesondere durch die baulichen Maßnahmen, die durch das Konjunkturpaket II gefördert worden sind, in der Vergangenheit schon stark in die energetische Sanierung investiert worden.“ Allerdings: Viele kommunale Schulgebäude hätten durchaus ein beachtliches Alter erreicht. Insofern gebe es immer wieder Bedarf an Unterhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen.

Digitalisierung vorantreiben

Von einem „Investitionsstau“ könne in beiden Kommunen nicht gesprochen werden. Zum einen sei die Gebäudeunterhaltung ein laufender Prozess. Und zum anderen wandelten sich die Anforderungen an Schulgebäude. Der Aspekt der Barrierefreiheit habe vor 20 oder 30 Jahren ganz sicher eine geringere Bedeutung gehabt als heute; ebenso stand der energetische Gebäudezustand nicht so stark im Fokus. Zudem gilt es, die Digitalisierung der Schulen voranzutreiben.

Auch in Schmallenberg wird in den Ferien gebaut: Denn „die Stadt saniert nach und nach alle Schulen im Stadtgebiet“, so Petra Brockmann vom Gebäudemanagement. Bereits seit 2010 laufen die Grundsanierungen der Schulen - vor allem unter energetischen Aspekten, heißt es dazu weiter. Ein großes Projekt im Jahr 2019 ist der Umbau der Grundschule Schmallenberg: Investiert werden insgesamt rund 1,2 Millionen Euro. Die Arbeiten sollen planmäßig im kommenden Jahr abgeschlossen werden.

Marathon statt Sprint

Als Schulträger sieht die Gemeinde Eslohe eine gute Schul-Infrastruktur „eher als Marathonlauf denn als Sprint“ an, sagt Bürgermeister Stephan Kersting: Der Erhalt und die Verbesserung der Qualität in der Schullandschaft sei ein politischer Schwerpunkt, für den seit Jahren Gelder eingesetzt würden. Einen Investitionsstau sieht er nicht. Bestätigt fühlt er sich durch gute Prognosezahlen bei den Schülerzahlen von Haupt- und Realschule in Eslohe. Zu den eigenen Geldern kommen Förderungen hinzu.

Allein durch das Programm „Gute Schule 2020“ verfügt die Gemeinde Eslohe über ein jährliches Kreditkontinent von 170.000 Euro, die in diesem Jahr für die Schaffung einer W-LAN-Versorgung aller Unterrichtsräume in den Schulen und für die Anschaffung digitaler Medien vorgesehen sind. Aus Bundesmitteln stehen Eslohe 371.000 Euro aus dem Kommualinvestitionsgesetz zur Verfügung, um die Schulinfrastruktur zu verbessern. Damit wurden zuletzt die Fenster in der Hauptschule erneuert, jetzt sind Verbesserungen für die Offene Ganztagsschule angedacht.

Übersicht der Baumaßnahmen

Meschede:

Realschule der Stadt Meschede: Austausch von drei großen Fensterelementen, 50.000 Euro. Gymnasium der Stadt Meschede: Sanierung einer Toilettenanlage, 35.000 Euro. St.-Walburga-Hauptschule: Vorbereitende Arbeiten zur energetischen Sanierung, Kosten für die Jahre 2019/2020: 1,5 Mio. Euro. Konrad Adenauer Hauptschule Freienohl: energetische Sanierung/ Fensteraustausch, 95.000 Euro. Zusätzlich dort: Schallschutzdecke und LED-Beleuchtung als Inklusionsmaßnahme, 7000 Euro. Grundschule Wennemen: Anstrich Südfassade, 8500 Euro. Grundschule Freienohl: Schallschutzdecke und LED-Beleuchtung als Inklusionsmaßnahme, 7000 Euro. Grundschule Remblinghausen: energetische Sanierung und Fensteraustausch, 23.000 Euro.

Bestwig:

Anlage von 3 Fluchttreppen am Schulzentrum Bestwig, 60.000 Euro. Anlage einer Aufzugsanlage am Schulzentrum, 370.000 Euro. Erneuerung von Fensterflügel am Schulzentrum, 145.000 Euro. Anlage von Differenzierungsräumen am Schulzentrum, 70.000 Euro. Anlage eines barrierefreien Zugangs am Haupteingang der Grundschule in Velmede, 20.000 Euro.

Schmallenberg:

Grundschule Schmallenberg: Energetische Sanierung und funktionale Verbesserung Bauabschnitt 3, rund 120.000 Euro. Grundschule Oberkirchen: Erweiterungsbau ca. 700.000 Euro; Renovierung Regenhalle ca. 15.000 Euro. Schulzentrum Schmallenberg Gymnasium: Umbau/Erweiterung im Verwaltungstrakt - rund. 100.000 Euro; Hauptschule: Erneuerung der Innenraumbeleuchtung sowie Renovierungsanstriche in Klassenräumen, 130.000 Euro.

Eslohe:

Unter anderem komplette Ausstattung des EDV-Raumes in der Hauptschule Eslohe, Installierung von Apple TV in der Realschule Eslohe, neue Trennvorhänge in der Steltenbergturnhalle. Die Summen sind wegen der Urlaubszeit im Rathaus aktuell nicht zu beziffern.

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