Ranitidin

Rückruf von Medikamenten - das sagt der Apothekensprecher

Blick auf einen Beipackzettel: Ein Medikament wird derzeit zurückgerufen.

Blick auf einen Beipackzettel: Ein Medikament wird derzeit zurückgerufen.

Foto: Franziska Gabbert / dpa-tmn

Meschede/Schmallenberg.  Medikamente mit dem Wirkstoff Ranitidin könnten krebserregend verunreinigt sein. Das sagt der Sprecher der heimischen Apotheker.

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Wieder ein Arzneimittelrückruf, wieder geht es um die Verunreinigung mit potenziell krebserregendem Nitrosamin. Diesmal sind Medikamente mit dem Wirkstoff Ranitidin betroffen, also Magensäureblocker. „Wir können die Patienten aber beruhigen“, sagt Andreas Vogd, Apotheker in Schmallenberg.

„Es stehen andere Wirkstoffe zur Verfügung, die genauso effektiv sind und die Magensäureproduktion hemmen. Die Umstellung der Patienten läuft problemlos“, sagte der Vorsitzende der Bezirksgruppe Hochsauerland im Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL).

In Deutschland selten eingesetzt

Ohnehin werde der Wirkstoff Ranitidin in Deutschland nur noch selten eingesetzt, so Vogd. Und selbst wenn Patienten Ranitidin eingenommen haben sollten: Auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) habe bereits darauf hingewiesen, dass kein akutes Patientenrisiko bestehe.

„Patienten, die durch die Nachricht verunsichert sind, können sich gern mit ihren Fragen an uns wenden“, bietet Vogd an. „Wir Apotheker im Hochsauerlandkreis haben sofort auf die Meldung reagiert und die betroffenen Chargen aus unseren Lagern genommen“, fügt Vogd hinzu. Sofern Kollegen das wenig verbreitete Mittel überhaupt vorrätig gehabt haben sollten.

Noch vor einem guten Jahr hatte der Rückruf von Blutdrucksenkern mit dem Wirkstoff Valsartan, der ebenfalls mit Nitrosamin verunreinigt war, für große Verunsicherung bei vielen Patienten gesorgt.

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