Jubiläum

Reiste: Wo mutige Frauen das Dorfleben prägen

Mit einem Sketch illustrieren die Frauen der kfd Reiste ihre wechselvolle Geschichte in entsprechender Mode.  

Mit einem Sketch illustrieren die Frauen der kfd Reiste ihre wechselvolle Geschichte in entsprechender Mode.  

Foto: Reinhaard Gödeke

Reiste.  Seit 75 Jahren prägen in Reiste mutige Frauen das Dorfleben mit. Ohne ihren Mut gäbe es die kfd längst nicht mehr.

Sie haben Mut bewiesen, etwas gewagt und damit völlig richtig gelegen: Ohne diesen Mut hätte das 75-jährige Jubiläum der Katholischen Frauengemeinschaft Reiste wohl nie gefeiert werden können.

Vor sechs Jahren hatten sich mit Daniela Tigges, Monika Tigges, Elisabeth Fuchte und Regina Engelhard vier Frauen entschlossen, ein Leitungsteam zu bilden und der kfd damit ein Weiterbestehen zu ermöglichen, nachdem die damalige Vorsitzende Hildegard Heinemann ihr Amt aufgab. Wie bei vielen anderen Vereinen wird die Arbeit im Vorstand damit auf mehrere Schultern verteilt.

„Wenn man will, dass etwas weitergeht oder sich verändert, muss man den Mut haben, es zu wagen“, formulierte es Teamsprecherin Daniela Tigges bei der Jubiläums-Veranstaltung, zu der sie unter anderem auch die ehemaligen Vorsitzenden Maria Mertens und Annegret Wiese begrüßte. Nicht dabei sein konnten, aus gesundheitlichen Gründen, Maria Greitemann und Adelheid Trippe.

Stolz und Dankbarkeit

Tigges nutzte die Gelegenheit, allen Mitgliedern und Aktiven dafür zu danken, dass sie 75 Jahre lang eine gut funktionierende Gemeinschaft getragen haben, obwohl sich im Lauf der Jahre viel verändert habe - sowohl in der kfd und in der Kirche als auch in der Gesellschaft. „Auf unsere 75-jährige Geschichte dürfen wir stolz und dankbar zurückblicken“, so Tigges. Viele Frauen hätten als Mitglieder, Mitarbeiterinnen und Vorstandsfrauen zu einem lebendigen Gemeinschaftsleben beigetragen. „Wir haben das Miteinander in Reiste selbst, aber auch in den umliegenden Kapellengemeinden engagiert mitgeprägt“, sagte sie. Mitgestaltung von Gottesdiensten und vielerlei Brauchtum im Kirchenjahr sei für die Frauen der kfd selbstverständlich.

Nach einer feierlichen Messe mit Pastor Volker Staskewitz sowie den Pfarrern Werner Lütkefend und Ludger Eilebrecht, mit musikalischer Untermalung durch „klangvoll Reiste“ war es zum Festakt in die Schützenhalle gegangen. Dort wurde das Jubiläum unter dem Motto „Frauen worauf warten wir“ gefeiert. „In den gesellschaftlich und weltkirchlich bewegten Zeiten sicherlich auf eine noch mehr auf Gleichberechtigung bedachte Stellung der Frau.

Auf ein weiterhin vielfältiges Zusammenwirken von unterschiedlichen Talenten und Fähigkeiten und auf Frauen aus den nachfolgenden Generationen, die gerne bereit sind , sich für die Zukunft der kfd hier vor Ort einzusetzen und dabei zu spüren, wie das Netz des großen Verbandes auch sie trägt“, beantwortete Tigges diese selbst gestellte Frage.

Großes Lob der Gemeinde

Der stellvertretende Bürgermeister Reinhard Mester erinnerte unter anderem an die Anfänge der Frauengemeinschaft und betonte: „Die Reister Frauengemeinschaft gestaltet durch Aktionen aktiv das Leben der Gemeinde mit und ist eine feste Größe, die aus dem Gemeindeleben nicht wegzudenken ist.“ Er machte den Frauen Mut, aus ihren Erfahrungen der Vergangenheit zu schöpfen und forderte sie auf, beherzt weiter zu rudern, um nachfolgenden Generationen das zu hinterlassen, was jede einzelne innerhalb der Katholische Frauengemeinschaft ausmache. Es sei ein lohnender Einsatz.

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