Praktikum

Mutige Französin stellt sich Herausforderung in Meschede

Alizee Allemand aus Le Puy hat vier Wochen in Meschede verbracht, zwei Wochen absolvierte sie ein Praktikum in der Grundschule.

Foto: Hanna Werner

Alizee Allemand aus Le Puy hat vier Wochen in Meschede verbracht, zwei Wochen absolvierte sie ein Praktikum in der Grundschule. Foto: Hanna Werner

Meschede  Alizee Allemand aus Meschedes Partnerstadt Le Puy hat ein Praktikum an der Regenbogen-Schule gemacht. Dabei gab es eine Überraschung.

Als junge Französin ein Praktikum in Deutschland machen? Alizee Allemand aus Le Puy-en-Velay hat sich dieser Herausforderung gestellt und ein zweiwöchiges Praktikum an der Schule unter dem Regenbogen in Meschede absolviert. Sie hat uns erzählt, wie es dazu kam und wie es ihr dabei ergangen ist.

Schon seit 2014 nahm Alizee Allemand am Schüleraustausch des Gymnasiums der Stadt Meschede teil und war so mittlerweile zweimal bei unterschiedlichen Mescheder Gastfamilie zu Besuch. Bei beiden Familien kam die junge Französin während ihrer Zeit hier je eine Woche unter. Die dritte Woche verbrachte sie bei einer Freundin ihrer Mutter.

Unterstützung durch das Komitee

Die Städtepartnerschaft zwischen Meschede und Le-Puy machte das Praktikum in Meschede möglich. Auf einen Vorschlag ihrer Lehrerin hin und mit Unterstützung des Partnerschaftskomitees wurde der Kontakt dafür hergestellt.

Alizee Allemand hatte in der Schule neben der Pflichtsprache Englisch die Wahl zwischen Italienisch, Spanisch und Deutsch. Ihre Wahl fiel auf Deutsch. Sie erklärt: „Der bestehende Austausch war mit ein Grund für meine Entscheidung, weil es besser ist, wenn man eine Sprache nicht nur aus Büchern und dem normalen Unterricht lernt.“

Keine besondere Vorbereitung

Da die 16-Jährige nach dem Abitur gern Politik studieren würde, sind für sie Sprachen ein wichtiges Thema. „Das Praktikum und vor allem der Kontakt mit den Kindern hat mein Deutsch zusätzlich noch verbessert.“ Eine besondere Vorbereitung habe sie für das Praktikum nicht gebraucht, sagt die junge Frau und schiebt mit einem Lachen nach: „außer natürlich meinen Koffer zu packen.“

Die Französin war glücklich ihre Mescheder Freunde wiederzutreffen. „Die Leute hier sind alle sehr freundlich. Probleme hatte ich nur am ersten Tag meines Praktikums, weil alles neu war und ich mich dann etwas verloren fühlte. Das hat sich aber schnell gelegt.“

Natürlich vermisse sie hier vor allem ihre Familie und ihre Freunde. „Manchmal fehlt mir das französische Fleisch, was nicht heißen soll, dass ich die deutsche Küche nicht mag“, sagt sie. Ganz im Gegenteil. „Ich koche gern mit meinen Gastfamilien.“

Durchweg positive Erfahrungen

Insgesamt seien ihre Erfahrungen durchweg positiv. „Ich freue mich immer wieder, wenn ich hier bin“, sagt sie. Ein Grund sind die „humanen“ Schulzeiten: „In Frankreich bin ich meist bis sechs Uhr in der Schule. Hier finde ich es schön, dass die Schule manchmal sogar schon um eins vorbei ist.“ Die gewonnene Freizeit kann sie in Deutschland dann mit ihrer Gastfamilie oder ihren Freunden verbringen, die ihr - wie hier das Leben in Frankreich- zu Hause fehlen werden.

Alizee hat während ihrer Aufenthalte in Deutschland neben Meschede auch Köln, Dortmund und Düsseldorf besucht. Trotzdem möchte sie gern noch mehr von Deutschland sehen. Am liebsten würde sie sich mal Berlin angucken und wenn alles klappt wird ihr dieser Wunsch im Januar des nächsten Jahres erfüllt.

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