Kriminalität

Maskierte Polizisten stürmen Objekte in Meschede und Bestwig

Vermummte Beamte so wie auf diesem Foto waren bei den Einsätzen im Hochsauerlandkreis beteiligt.

Vermummte Beamte so wie auf diesem Foto waren bei den Einsätzen im Hochsauerlandkreis beteiligt.

Foto: Paul Zinken

Wehrstapel/Meschede/Bestwig.  Hausdurchsuchungen an sieben Orten im Hochsauerlandkreis: Zum Teil maskierte Beamte haben die heimische Polizei bei den Ermittlungen unterstützt.

Die Polizei hat mehrere Hausdurchsuchungen im Hochsauerlandkreis vorgenommen. Dabei wurde sie von einer Einsatzhundertschaft aus Dortmund unterstützt. Zum Teil vermummte Beamte stürmten am Dienstag an sieben Orten die Wohnungen.

Drogen für Millionen-Werte

Hintergrund war nach Informationen dieser Zeitung ein geplanter Schlag gegen die Drogen-Szene. Begonnen hatten die Ermittlungen mit Festnahmen in Sundern, Amecke und Stockum. Dort waren im Februar Drogen und Rohstoffe im Verkaufswert von mehr als einer Millionen Euro sichergestellt worden. Aufgeflogen war die Truppe nach einer Kontrolle in Meschede.

Auch ein Raub in dem Milieu im Medebach spielt in dem Zusammenhang eine Rolle: Dabei war ein 29-jähriger Mann festgenommen worden. Er sitzt in Haft. Aus den Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf sieben weitere Verdächtige im Hochsauerlandkreis, wie die Polizei in Meschede auf Nachfrage mitteilte.

Die Durchsuchungen dort nahezu gleichzeitig zwischen 6 und 8 Uhr statt. Sie betrafen unter anderem eine Wohnung in Wehrstapel sowie zwei Objekte in der Gemeinde Bestwig. Darüber hinaus waren die Ermittler in Arnsberg, Sundern und Olsberg unterwegs. Entdeckt wurde von den Beamten allerdings vergleichsweise wenig: 80 Gramm Marihuana, Schlagstöcke und Messer.

Auf freiem Fuß

Die Verdächtigen sind auch wieder auf freiem Fuß. Bei ihnen handelte es sich um fünf Männer und eine Frau im Alter von 20 bis 42 Jahren mit überwiegend deutscher sowie türkischer Staatsangehörigkeit. Für die Ermittler ist noch offen, ob es sich bei den Beschuldigten um Konsumenten oder um örtliche Dealer handeln könnte. „Das müssen die weiteren Ermittlungen zeigen“, sagte Pressesprecher Sebastian Held.

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