Spendenlauf

Martin Hengesbach sammelt Spenden für demenzkranke Kinder

Ankunft in Venedig: Martin Hengesbach seinerzeit mit seinem Laufpartner Stefan Fricke - beide sind wieder für den guten Zweck unterwegs.   

Ankunft in Venedig: Martin Hengesbach seinerzeit mit seinem Laufpartner Stefan Fricke - beide sind wieder für den guten Zweck unterwegs.   

Foto: Privat

Eversberg.  Martin Hengesbach läuft in 14 Tagen 660 Kilometer für einen guten Zweck. Wie auch Sie die NCL-Stiftung für Kinder mit Demenz unterstützen können.

Martin Hengesbach ist nicht nur Coach für Sport, Gesundheit und Ernährung, er ist auch Extremsportler. Nun stellt sich der Eversberger einer neuen Herausforderung - und verfolgt dabei einen guten Zweck. Vom 2. bis 16. August läuft der 55-Jährige einen Spendenmarathon in Norwegen. Die Vorbereitungen laufen.

Von Oslo nach Trondheim

„Sämtliche Spenden gehen an die NCL-Stiftung in Hamburg“, betont Martin Hengesbach. NCL ist eine

Stoffwechselstörung, die man auch Kinderdemenz nennt. „Unsere Reisekosten tragen wir komplett selbst“, ergänzt Hengesbach. Zusammen mit seinem Laufpartner Stefan Fricke aus Salzkotten will er im August in 14 Tagen 660 Kilometer mit 20.300 Höhenmetern von Oslo nach Trondheim absolvieren.

„Das ist an der Grenze des Machbaren“, sagt Hengesbach etwas nachdenklich.

Die bekannte Strecke ist regulär in 32 Etappen unterteilt, also für 32 Tage ausgerichtet. „ Da es für mich aus beruflichen Gründen nicht möglich ist, länger als 14 Tage unterwegs zu sein, habe ich die Strecke für unser Vorhaben in 14 Etappen unterteilt“, sagt der Sauerländer. Das bedeutet aber auch, dass die beiden Läufer jeden Tag etwa 50 Kilometer hinter sich bringen müssen.

So können Sie helfen

  • Jeder Cent zählt. Für alle, die Spenden möchten - Spendenkonto: Volksbank Sauerland, IBAN: DE49 4666 0022 2304 8816 03
  • Auf der Internet-Seite www.socialXtremesport.com steht auch ein Paypal-Link zur Verfügung, außerdem wird über Sponsoring-Pakete informiert.
  • Spendenquittungen können ausgestellt werden.
  • Weitere Info auch unter: www.NCL-Stiftung.de.

Bis nach Venedig

Im Herbst 2017 war Martin Hengesbach zusammen mit Stefan Fricke in 14 Tagen 500 Kilometer von München nach Venedig gelaufen, ebenfalls mit 20.000 Höhenmetern. „Damals sind wir knapp 40 Kilometer pro Tag gelaufen, also jeden Tag fast einen Marathon.“ Mit der Aktion kamen rund 7000 Euro für das Kinderhospiz Balthasar in Olpe zusammen.

Der neuen Herausforderung blickt Martin Hengesbach mit Zuversicht entgegen. Seit Februar trainiert er jeden zweiten Tag - mit Bleiweste im Wald, an der Himmelstreppe mehrfach zügig hoch und runter etc. „Ein Tag Be- und ein Tag Entlastung“, erklärt Hengesbach. Ansonsten trainiere man sich müde. „Wir sind ein eingespieltes Team, beide gut vorbereitet und beide gleich verrückt“, berichtet der 55-Jährige und lacht.

Aber das müsse man für eine solche Unternehmung auch sein. Die 660 Kilometer laufen Hengesbach und Fricke ohne einen Tag Pause, ohne Begleitfahrzeug und mit etwa 14 Kilogramm Gepäck auf dem Rücken. Übernachtet wird nach zehn bis zwölf Stunden Fußmarsch täglich entweder im Zelt, einfach unter einem Mückennetz, wenn es warm genug ist, oder bei schlechtem Wetter in Pilgrim-Häusern.

Größte Herausforderung wird die Distanz sein, denn die Bedingungen sind laut Hengesbach besser als vor zwei Jahren von München nach Venedig: „In Norwegen ist es länger hell, es gibt weniger Steigungen, im August sehr wahrscheinlich auch keinen Schnee auf den Höhen und angenehme Temperaturen.“

Stiftungszentrale besichtigt

Darüber hinaus hat er eine gute Motivation: Geld für die NCL-Stiftung zu sammeln. „Ich bin durch Zufall über einen Bericht im Fernsehen darauf gestoßen“, erinnert sich der Extremsportler. „Die Kinder werden gesund geboren, erkranken mit circa 6 Jahren und sterben mit etwa 25 Jahren.“ Er durfte die Stiftungszentrale besichtigen, die sich in Hamburg befindet, und konnte dabei Details zur Arbeit und zur bisher noch unheilbaren Krankheit erfahren.

„Dort werden weltweit alle Ergebnisse der Forschung gesammelt“, erklärt Hengesbach, der selbst zwei Kinder hat. Diese Arbeit möchte er unterstützen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben