Stadtrat

Kostenlose Entsorgung von Grünschnitt in Schmallenberg?

Eine Annahmestelle für Grünabfälle so wie hier auf diesem Bild gibt es auch im Stadtgebiet Schmallenberg. Sind Container die bessere Lösung?

Eine Annahmestelle für Grünabfälle so wie hier auf diesem Bild gibt es auch im Stadtgebiet Schmallenberg. Sind Container die bessere Lösung?

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Schmallenberg.  Diskussion um den Grünschnitt in Schmallenberg: Wären Container für alle Bewohner eine gute Lösung?

Nach der Aufruhr um mehrere illegale Müllkippen in den Wäldern im Stadtgebiet von Schmallenberg kam es nun zu Diskussionen um die kostenlose Grünschnitt-Entsorgung im Schmallenberger Stadtrat. Denn neben Müll, Bauschutt oder Plastik wurde auch eine große Menge Grünschnitt in den Waldabschnitten entsorgt und die Böschung hinunter gekippt. Dieser ist besonders problematisch, weil sich dadurch Pflanzenkulturen im Wald verbreiten können, die dort nicht hingehören, so der Stadtforst. Der Wachstum natürlicher Pflanzen werde dadurch blockiert.

Forderung im Rat

Ein Bad Fredeburger Anwohner forderte nun im Rat: „Um so etwas zu verhindern, könnte man doch Container aufstellen, wo die Entsorgung kostenlos möglich ist.“ Vielen sei die Deponie in Gleidorf vielleicht zu weit, die Öffnungszeiten nicht „benutzerfreundlich genug“. Der Erste Beigeordnete Burkhard König dazu: „Im Bereich „Lake“ und in Gleidorf am Holzlagerplatz waren mal kostenlose Annahmestellen für Grünschnitt eingerichtet worden – zuletzt noch im letzten Herbst. Allerdings wurde die Möglichkeit kaum genutzt. Die Zahlen waren verschwindend gering.“

Container sind problematisch

Container im Stadtgebiet aufzustellen sei aus Sicht der Stadtverwaltung außerdem problematisch - „allein schon wegen der Betreuung.“ Oft werde dort dann auch nicht nur der vorgesehene Müll entsorgt. Allerdings biete die Stadt allen Haushalten die Bioabfallentsorgung an.

Bei Nutzung des großen 240 Liter Gefäßes – braune Tonne - stehe ein ordentliches Volumen zur Entsorgung organischer Abfälle zur Verfügung. „Und für Sonderabfälle oder ab einer bestimmten Größenordnung sind dann im Zweifel die einzelnen Leute verantwortlich. Es darf in solchen Fällen keine Überwälzung auf die Allgemeinheit stattfinden“, so Bürgermeister Bernhard Halbe.

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