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Kindergarten Meschede: Eine arbeitsreiche Zeit in Gambia

Uschi Heim zeigt Besuchern das neue Gebäude, das zum Verein Kindergarten Meschede in Gambia in Tubakuta gehört.   

Uschi Heim zeigt Besuchern das neue Gebäude, das zum Verein Kindergarten Meschede in Gambia in Tubakuta gehört.   

Meschede.   Ihre Zeit in Gambia war nicht einfach. Jetzt ist Uschi Heim wieder in Meschede und erholt sich von Regengüssen und enormer Hitze.

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Seit zwei Monaten ist Uschi Heim wieder in Meschede und hat sich inzwischen im Sauerland von der großen Hitze und den gewaltigen Regengüssen in Gambia erholt.

Mit ihren gambianischen Mitarbeitern hatte die Vorsitzende des Vereins „Kindergarten Meschede in Gambia“ in den vergangenen Monaten eine sehr intensive und arbeitsreiche Zeit. Sehr gefreut hat sie sich darüber, dass in den Kindergärten während ihrer längeren Abwesenheit alles gut gelaufen ist. Mit viel Freude wurde sie von den Kindern begrüßt, nur die Kleinsten waren noch ziemlich schüchtern.

„So kann ich heute wieder über gute Nachrichten berichten“, schreibt sie in ihrem Patenbrief. In Dimbaya sei endlich die Wasserversorgung durch eine Solaranlage geregelt und so könnten Bäume, Sträucher und der Gemüsegarten besser bewässert werden.

Erneuerungen in Tubakuta

In Tubakuta standen diesmal die meisten Erneuerungen an. Dort wurde das neue Haus gebaut mit einem Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter, einem Raum für Kleingruppenarbeit und einem Abstellraum. Auch die Küche, in der täglich das Mittagessen für die Kinder und Angestellten gekocht wird, musste von Grund auf erneuert werden. Außerdem wurde die Einfriedigungsmauer erhöht. Nach der Regenzeit wird das ganze Projekt neu gestrichen und renoviert.

Wasserpumpe in Sanyang

Sanyang hat nun auch endlich eine elektrische Wasserpumpe bekommen, so dass die Gartenarbeit weniger anstrengend ist und auch der Gemüsegarten gut gedeiht. Zwei junge gambianische Frauen machen hier zurzeit ein dreijähriges Praktikum mit der Schulung am College während der Ferien. Auch die Erwachsenenbildung am Nachmittag läuft gut, vor allem Frauen lernen dort Schreiben und Rechnen.

Im Hauptgebäude bekamen das Bürohaus und das Haus für die Angestellten neue Dächer, da die alten Wellblechdächer marode waren. Im kommenden Jahr soll dann auch das Haupthaus renoviert werden.

Seit einiger Zeit unterstützt der Verein nun auch seine Angestellten im Krankheitsfall. „Da es in Gambia keine Krankenversicherung gibt, übernimmt der Verein die Kosten für Ärztebehandlung und Krankenhausaufenthalt. Auch sehr kranke Kinder unserer Kindergärten werden unterstützt“, schreibt die Meschederin.

Studiengebühren

Bei der Abreise lagen Uschi Heim schon viele Bewerbungen von jungen Frauen und Männern vor, die um Hilfe und Unterstützung bei den sehr hohen Studiengebühren baten. Leider könne sie nur einem kleinen Teil von Bewerbern helfen. „Im Augenblick unterstützen wir 23 Studenten und Schüler.“

Auch der Grundschule in Sanyang konnte der Verein mit einer größeren Extraspende helfen. Die Kinder werden im Moment dort in zwei Schichten unterrichtet, da ein Schulhaus einsturzgefährdet ist.

Für das kommende Schuljahr hat Uschi Heim wieder Anfragen von deutschen Praktikanten, die für einige Zeit in den Kindergärten helfen wollen. Sie bedauert: „Im letzten Schuljahr war dieses wegen der angespannten politischen Situation in Gambia nicht möglich.“ Die Situation sei immer noch nicht stabil. „Sicher ist es nicht einfach, ein Land, das vor dem Konkurs stand, mit neuen Kräften Ideen in eine bessere Lage zu bringen.“

Patenreise im Februar 2018 geplant

Der Verein würde sich freuen, wenn sich Praktikanten oder junge Leute in Gambia engagieren.

Am Sonntag, 24. September, gibt es einen S tand beim Stadtfest in Meschede mit dem neuen Tischkalender und Verkaufsartikeln aus Gambia.

Eine zweiwöchige Patenreise ist für Februar 2018 geplant, um Land und Leute und vor allem die Projekte kennenzulernen. Weitere Infos unter www.kindergarten-meschede-in-gambia.de.

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