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Hohe Investition in St.-Walburga-Realschule in Meschede

Ein Gläschen Sekt zur Belohnung im Rohbau der Schule: Dompropst Joachim Göbel (Dritter von links) hat zuvor den Grundstein gelegt.

Foto: Jürgen Kortmann

Ein Gläschen Sekt zur Belohnung im Rohbau der Schule: Dompropst Joachim Göbel (Dritter von links) hat zuvor den Grundstein gelegt. Foto: Jürgen Kortmann

Meschede.   Grundsteinlegung in Meschede: Die Investition an der St.-Walburga-Realschule gilt auch als Zeichen, dass die Schulform Bestand haben wird.

Der Neubau an der St.-Walburga-Realschule wächst und wächst. Am Montag hat Dompropst Joachim Göbel den Grundstein gelegt und den Segen erteilt. Mit eingelassen für die Zukunft wurde eine feierliche Urkunde, die aktuelle Westfalenpost und ein bisschen Kleingeld.

Gemeinsam mit Göbel durften Schulpflegschaftsvorsitzender Elmar Grewe, Fördervereinsvorsitzender Andreas Falke und Claudia Albers-Rixgers von der Finanzverwaltung des Erzbistums die Röhre mit dem Inhalt verschließen.

2018 geht Neubau in Betrieb

8,5 Millionen Euro investiert das Erzbistum Paderborn aus Kirchensteuermitteln in sein Mescheder Schulprojekt. Hinzu kommen noch Kosten für die Sanierung des Altbaus und die Entstehung eines Selbstlernzentrums.

2018 geht der Neubau in den Schulbetrieb über, voraussichtlich zum Ende des laufenden Schuljahres. Alle Arbeiten sind im Zeitplan, sagte Architekt Prof. Frank Hausmann (Aachen). Herzstück wird ein neues Forum als Treffpunkt sein, das der Schule eine Mitte gibt. Die Schule bekommt eine neue Aula, außerdem eine eigene Turnhalle und (zur Umsetzung der Inklusion) einen Gymnastikraum. „Lernen, bewegen und begegnen“ stehen gedanklich hinter den Zielen für den Neubau, heißt es in der Grundstein-Urkunde.

„Signal“ für Schulform

10 Jahre dauerte es von den ersten Gesprächen über die Planung bis zur Umsetzung: 2007 hat es das erste Treffen gegeben, bei dem ein möglicher Neubau erörtert wurde.

Bemerkenswert, das hob Schulleiter Heinz Bruning hervor: Exakt am 8. November 2011 vergab das Erzbistum den Auftrag für den Architektenwettbewerb – genau an dem Tag, als die Landesregierung die Genehmigung der ersten Sekundarschulen erteilte und damit eigentlich das Ende der Realschulen auf den Weg brachte. 2011 habe es den „sicheren Weg in den Ganztag“ gegeben, 2017 „kehren wir wieder zurück“, merkte er zur Landes-Schulpolitik an. Dass die neue Landes-Schulministerin ihren Antrittsbesuch in Paderborn zunächst in einer Realschule machte, wertet auch Dompropst Göbel als „gewisses Signal“: „Ein gutes Zeichen für diese Schulform.“

60 Millionen Euro steckt das Erzbistum insgesamt in die Sanierung und den Neubau seiner Schulen, acht Baustellen gibt es derzeit. „Eine gute Nachricht“, meinte Dompropst Göbel: „Wir tun das für die Jugendlichen.“ Gute Bildung sei „ein gutes Fundament für das Leben und für den Glauben“. Junge Leute seien die Zukunft der Gesellschaft, und auch der Kirchengemeinden. Mit ihren 42 Schulen erreiche die Katholische Kirche 17,5 Prozent aller Kinder und Jugendlichen im Alter von 9 bis 20 Jahren im Bistum.

Kein weiteres Wachstum geplant

430 Schüler hat die Realschule aktuell. Größer werden will sie durch den Neubau aber nicht, erklärte Schulleiter Heinz Bruning: „Wachstum ist nicht das Ziel.“ Man habe schließlich „Verantwortung gegenüber der Region“ – weite man die Schülerzahlen aus, dann verändere sich die ganze Schullandschaft.

21 Jahre war Heinz Bruning Schulleiter: Mit Fertigstellung des Neubaus wird er in den Ruhestand gehen. Er wird das mit Wehmut tun, sagte er – insbesondere die neue Sporthalle würde der leidenschaftliche Sportlehrer und Sportler gerne in Betrieb sehen.

0 Beschwerden gab es bislang über die Großbaustelle – auch nicht von den Anliegern, obwohl zum Beispiel das Parken schwierig geworden ist. Auch die Lehrer würden die Baustelle klaglos erdulden, trotz der Beeinträchtigungen durch den Krach stellte der Dompropst fest. Schulleiter Bruning stellte dazu trocken fest: „Es dringt zumindest nicht bis zu mir vor.“

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