Musik

„Helden, Sagen und Mythen“ bei Sauerländer Horntagen

Besonderer Sound bei „Sauerländer Horntagen“: Das achte Symposium rund um das Horn lockt 60 Musiker in das Herz des Sauerlandes. Ausrichtungsort ist das Musikbildungszentrum.

Foto: Privat

Besonderer Sound bei „Sauerländer Horntagen“: Das achte Symposium rund um das Horn lockt 60 Musiker in das Herz des Sauerlandes. Ausrichtungsort ist das Musikbildungszentrum. Foto: Privat

Bad Fredeburg.   Mit internationalen Referenten haben erneut die Sauerländer Horntage stattgefunden. „Helden, Sagen und Mythen“ standen auf dem Programm.

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Das achte Symposium rund um das Horn hat rund 60 Musiker aus ganz Deutschland, Luxemburg und der Schweiz in das Herz des Sauerlandes gelockt. Auch in diesem Jahr konnten die beiden Leiter der Horntage, Uwe Becker und Mathias Pfläging, hochkarätige Dozenten gewinnen: Kristina Mascher-Turner und Geoffrey Winter gehören zu den namhaften Hornvirtuosen der heutigen Zeit und sind weltweit für ihr herausragendes Können bekannt.

Denise Tryon ist ebenfalls eine der aktuell gefragtesten Solistinnen und speziell im Bereich tiefes Horn international führend. Sie nahm die weite Anreise aus Baltimore (USA) in Kauf, um die „Sauerländer Horntage“ kennenzulernen. Jean-Christophe Naas von der Deutschen Bläserphilharmonie rundete das Dozententeam ab.

Stücke eigens bearbeitet

Ebenfalls nahmen wieder 15 junge Musiker in zwei Gruppen am Kurs „Zukunftshörner“ teil. Sie wurden mit viel Liebe und pädagogischem Geschick von Chris Brigham (Folkwang Universität der Künste) und Lukas Krämer (Pro Musica Sacra) geleitet.

Das Nachwuchsprojekt der „Sauerländer Horntage“ begleiteten die Pädagogin Lena Dawidowski und Betreuer Marco Hildebrand, die für Spiel und Spaß sowie für die nötige Sicherheit der Jungmusiker sorgten.

Das musikalische Programm stand unter dem Motto „Helden, Sagen und Mythen“ und umfasste viele Stücke, die eigens für die „Sauerländer Horntage“ bearbeitet wurden. Der talentierte Hornist und Arrangeur Josef Kahle bereichert seit Anfang des Jahres das Repertoire der „Sauerländer Horntage“ mit maßgeschneiderter heldenhafter Filmmusik.

Ensemblespiel

Nachdem zunächst ausschließlich im großen Hornorchester geprobt wurde, stand das Ensemblespiel in Gruppen von acht bis zehn Hornisten im Vordergrund. Jeder Dozent hatte die Aufgabe, mit seinem Ensemble mindestens ein Stück für das Abschlusskonzert einzustudieren.

Auch Einzelunterricht und Meisterkurs standen auf dem Programm. Jeder Teilnehmer konnte sich bei einem Dozenten einschreiben, um persönlich nach individuellen Tipps und Tricks zu fragen und diese in die Praxis umzusetzen. Gleichzeitig fand ein Vortrag der Instrumentenaussteller statt.

Filmmusik von Braveheart

Nach der Generalprobe der Ensembles trafen sich alle Dozenten, Profis und sehr ambitionierte Laien, um ein absolut anspruchsvolles Werk einzustudieren: Die Filmmusik zu „Braveheart“ – äußerst fordernd und spieltechnisch auf höchstem Niveau. Eine Komposition, bei der das Horn auf über vier Oktaven ausgespielt wird.

Zum Matineekonzert strömten so viele Zuhörer in das Musikbildungszentrum, dass Stühle nachgestellt werden mussten und der Konzertsaal bis auf den letzten Platz gefüllt war.

Viel Applaus für den Nachwuchs

Heldenhaft begann das Orchester mit „Star Trek Raumschiff Voyager“ und nahm das Publikum mit auf eine Reise durch die Welt des Hornsounds. Nach der barocken „Sonata Pian e Forte“ von Gabrieli für zwei große Hornchöre, stand mit „Robert the Bruce“ eine Komposition über den schottischen Befreiungskampf auf dem Programm.

Frenetischer Applaus

Die „Zukunftshörner“ ernteten frenetischen Applaus für ihre Darbietungen. Die folgenden Ensembles spielten mit viel Herzblut Filmmusik aus „Harry Potter“ und „Fluch der Karibik“ aber auch klassische Arrangements wie „Hunters Delight“ und „Panis Angelicus“.

Nach dem Filmmusikmedley „James Bond 007“ und „Andreas Hofer“, einer musikalischen Hommage an den Tiroler Freiheitskämpfer, folgte das große Finale aller Teilnehmer. Erwachsenenkurs, „Zukunftshörner“ und Dozenten spielten den wunderbar klangvollen Kanon „Dona Nobis Pacem“.

Das Abschlusskonzert stand unter dem abwechselnden Dirigat von Kristina Mascher-Turner, Denise Tryon, Geoffrey Winter, Jean-Christophe Naas und Mathias Pfläging.

>>>HINTERGRUND

Es liegen bereits einige Anmeldungen für die neunten „Sauerländer Horntage“ vor.

Auch die ersten Dozenten sind bereits engagiert für das Hornsymposium, das vom 21. bis 23. September 2018 erneut im Musikbildungszentrum in Bad Fredeburg stattfinden wird.

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