Schule

Grundschulen der Gemeinde Bestwig sollen digitaler werden

Aktuell teilen sich an den Bestwiger Grundschulen - rein statistisch - 6,8 Schüler ein Endgerät. Bis 2023 soll sich das auf zwei bis drei Schüler pro Endgerät verbessern.

Aktuell teilen sich an den Bestwiger Grundschulen - rein statistisch - 6,8 Schüler ein Endgerät. Bis 2023 soll sich das auf zwei bis drei Schüler pro Endgerät verbessern.

Foto: Michael Kleinrensing

Bestwig.  Die drei Grundschulen der Gemeinde Bestwig sollen noch digitaler werden. Das lässt sich die Verwaltung eine ganze Menge kosten.

Um die drei Bestwiger Grundschulen noch digitaler zu machen, hat die Gemeinde Bestwig in Zusammenarbeit mit dem kommunalen Dienstleister Südwestfalen-IT (SIT) einen Medienentwicklungsplan erstellt. In der jüngsten Sitzung des Bestwiger Schulausschusses stellte Markus Göke von der SIT das Planwerk vor.

Der Medienentwicklungsplan ist quasi ein „Fahrplan“ zur weiteren Digitalisierung der Grundschulen in den Jahren 2020 bis 2023. „Er soll Planungssicherheit für Schulen und Schulträger gleichermaßen bieten”, so Ausschussvorsitzender Manfred Ramspott.

Ganz wichtig dabei: Die medienpädagogischen Vorstellungen der jeweiligen Schulen. Deshalb hatte Markus Göke - quasi als Basis des Plans - neben einer Analyse des Ist-Zustands auch Gespräche mit den Schulleitungen geführt. Das Ziel: „Ein realistisches und finanzierbares Konzept.“

Ein wichtiger Baustein: Der Anschluss der Grundschulen an das Glasfasernetz. „Zum Großteil ist dieser Anschluss schon realisiert“, betonte Markus Göke. Allerdings: Die strukturierte Verkabelung der Schulgebäude ist erneuerungsbedürftig - für die entsprechenden Planungen hat die Gemeinde Bestwig bereits ein Ingenieurbüro beauftragt. Da es der Wunsch aller Schulen ist, mobile Endgeräte einzusetzen, sollen alle Grundschulen mit einem leistungsfähigen WLAN-Netz versehen werden. Identische Endgeräte an den Schulen erleichtern die Wartung; die zentrale Datenhaltung soll im Rechenzentrum erfolgen, um ein Höchstmaß an Datensicherheit zu gewährleisten.

Aktuell teilen sich an den Bestwiger Grundschulen - rein statistisch - 6,8 Schüler ein Endgerät. Bis 2023 soll sich dies auf zwei bis drei Schüler pro Endgerät verbessern. „Das ist ein sehr gutes Verhältnis“, unterstrich Markus Göke, das es nicht bei vielen Schulträgern gebe. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen noch in diesem Jahr Grundlagenarbeiten erfolgen - an der Verkabelung der Gebäude und dem geplanten WLAN-Netz.

Angesichts der angespannten finanziellen Situation im Gemeindehaushalt seien diese Beträge um die es hier gehe (siehe Aufzählung am Ende) keineswegs ein Pappenstiel, betont Bürgermeister Ralf Péus. Dennoch seien diese Investitionen enorm wichtig: „Wir ermöglichen den Kindern in unserer Gemeinde ein modernes und zeitgemäßes Lernen und erhöhen unsere Attraktivität als Wohn- und Schulstandort“, so Ralf Péus: „Investitionen im Bildungsbereich sind zukunftsweisend angelegtes Geld.“

  • Insgesamt 450.000 Euro sieht der Medienentwicklungsplan bis zum Jahr 2023 an Investitionen vor - der Löwenanteil von knapp 300.000 Euro steht bereits im Haushalt für das Jahr 2020 bereit.
  • Neben den Kosten für die Einrichtung der Digitalisierung berücksichtigt der Medienentwicklungsplan auch die laufenden Kosten für Internet-Zugang, Programme, Support, Wartung und Datenhaltung.
  • Rund 41.000 Euro, so die Berechnung von Markus Göke, kommen dabei jährlich auf die Gemeinde Bestwig zu.
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