Gesellschaft

Gleidorfer (20) geht von der Werkbank in die Verkündigung

René Kranefeld bei der Verabschiedung durch Pfarrerin Ursel Groß.

René Kranefeld bei der Verabschiedung durch Pfarrerin Ursel Groß.

Foto: Privat

Gleidorf.  René Kranefeld ist erst 20 Jahre alt, nach einer Berufsausbildung sucht der Christine-Koch-Schüler und Feinwerkmechaniker nun seine Berufung.

Mit einem Segen beim Gottesdienst in der Schmallenberger Christuskirche ist jetzt René Kranefeld in einen neuen Lebensabschnitt verabschiedet worden . Der 20-jährige Feinwerkmechaniker startet an der Evangelisten-Schule Johanneum in Wuppertal seine neue Berufsausbildung: Er will in den Verkündigungsdienst.

Die Arbeit mit Menschen

Die Arbeit als Feinwerkmechaniker mache im Spaß, sagt er, sie erfülle ihn jedoch nicht voll und ganz. Das sei bei seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten anders gewesen, wo er zusammen mit Menschen gearbeitet habe. Das schrieb der junge Mann in seiner Bewerbung ans Johanneum. Schon während seiner Schulzeit an der Christine-Koch-Hauptschule war er Sporthelfer und Schülerlotse. Seit seinem zehnten Lebensjahr ist er aktiv bei der Freiwilligen Feuerwehr. Er betreut die Bambini im heimischen Fußballclub, ist Schützenvereins-Offizier und seit Jahren an vielen Stellen in der Jugendarbeit der Gleidorfer Kirchengemeinde und des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein tätig.

Das Schlüsselerlebnis

Der Gleidorfer erinnert sich genau an das Schlüsselerlebnis, das ihn neu über das Thema „Beruf und Berufung“ nachdenken ließ: Es war 2017 bei der Kirchenkreis-Jugendbibelwoche im Jahr des Reformations-Jubiläums. An jedem der vier Abende waren Hunderte junger Besucher in Bad Berleburg - und an jedem Abend gab es einen christlichen Impuls, eine kurze Predigt aus einer der vier Kirchenkreis-Regionen. Für das Hochsauerland übernahm das René Kranefeld, nachdem er kurz zuvor noch Jesus im Anspiel dargestellt hatte. Sehr klar und verständlich brachte er die biblische Freiheits-Botschaft auf den Punkt - und das beeindruckte viele Zuhörer. „Die besonders gute Resonanz auf meine Andacht weckte das erste Mal den Gedanken in mir, dass Gott mir hier eine besondere Gabe geschenkt hat“, formulierte er es in seinem Bewerbungsschreiben.

Und so wird er nun seine Ausbildung in Wuppertal antreten, die ihn in einem dreijährigen theologischen Studium und einem Anerkennungsjahr auf den Verkündigungsdienst in Kirche, Gemeinschafts- und Jugendarbeit vorbereitet.

Botschaftsbesuch verschoben

Gleichzeitig bleibet er als Young Ambassador dem Kirchenkreis erhalten. Das gleichnamige Jugendaustausch-Programm - wörtlich übersetzt: Junge Botschafter - zwischen dem Wittgensteiner Kirchenkreis und der amerikanischen United Church of Christ in Indiana und Kentucky hat den Sauerländer 2019 für drei Wochen in die USA gebracht. Eigentlich hätte in diesem Sommer der amerikanische Gegenbesuch angestanden, der wurde wegen der Corona-Pandemie auf 2021 verschoben .

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