Verkehr

Gefährliche Schutzplanken an der Landstraße in Ramsbeck

Die Schutzplanke auf der Strecke Richtung Westernbödefel

Foto: Frank Selter

Die Schutzplanke auf der Strecke Richtung Westernbödefel Foto: Frank Selter

Ramsbeck.   Wochenlang stehen nach der Sanierung der L776 in Ramsbeck scharfe Schutzplanken am Straßenrand. Jetzt hat der Landesbetrieb gehandelt.

Die Sanierungsarbeiten auf der L776 in Ramsbeck sind bereits seit Wochen abgeschlossen. Die Strecke ist längst wieder für den Verkehr freigegeben. Aber: Auch Wochen nach der Freigabe stehen immer noch demontierte Leitplanken am Rand. „Sie würden sich wie Rasierklingen durch das Fahrzeug schneiden“, kritisiert unser Leser Hermann Jungblut in einer Mail an unsere Zeitung.

Vor allem vor dem Hintergrund eines tödlichen Unfalls im Mai in Fleckenberg, bei dem das stumpfe Ende einer Leitplanke für den tragischen Ausgang des Unglücks mitverantwortlich war, ist der Zustand in Ramsbeck für ihn nicht nachvollziehbar. „Normalerweise verbaut man während der Bauzeit eine provisorische Absenkung auf einer Länge von vier Metern, um das Risiko zu mindern“, schreibt er in seiner Mail. Genau das sei in Ramsbeck aber eben nicht geschehen.

Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h

Zum einen geht es um das Ende der Schutzplanke am Abzweig der L776 Richtung Bergbaumuseum und Berlar, zum anderen um eine Stelle hinter dem Ortsausgang Richtung Westernbödefeld.

Raimund Köster vom Landesbetrieb Straßenbau kennt die Problematik und muss zugeben: „Zufrieden waren auch wir mit der Situation nicht“. Er betont allerdings auch, dass das Vorgehen zulässig und nicht unüblich ist. Er verweist auf die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h, die seit der Freigabe auf den betroffenen Streckenabschnitten gelte. Sie hänge zum einen mit der noch mangelnden Griffigkeit der neuen Decke, aber auch mit der Schutzplanken-Situation zusammen.

Unterschiedliche Fachfirmen

Warum Leitplanken nicht sofort nach Fertigstellung der neuen Fahrbahndecke montiert werden? „Wir sind verpflichtet, bei längeren Streckenabschnitten mit zwei verschiedenen Fachfirmen zu arbeiten“, erklärt Köster: Eine, die für die Sanierung der Fahrbahn zuständig sei und eine weitere, die im Anschluss die Montage der Schutzplanken übernehme. Dadurch komme es hin und wieder zu zeitlichen Verzögerungen.

Nach dem Telefonat mit unserer Zeitung ging dann aber doch alles ganz schnell. Noch am gleichen Tag begannen die Arbeiten, die noch in dieser Woche abgeschlossen werden sollen. „Die zuständige Fachfirma sei zuletzt auf anderen Baustellen des Landesbetriebs tätig und somit gebunden gewesen“, so Köster. Die Planke an der Kreuzung zum Bergbaumuseum bekommt zunächst eine provisorische Absenkung, bevor sie zu einem späteren Zeitpunkt fortgeführt und endgültig fertiggestellt wird. Die Doppelplanke hinter dem Ortsausgang Richtung Westernbödefeld wird in dieser Woche bereits ihr endgültiges Absenkungsstück erhalten.

Sanierung in zwei Bauabschnitten

Im Mai hatte der Landesbetrieb mit der Sanierung der L776 begonnen.

Die erste Bauphase umfasste die Sanierung des rund 2,35 Kilometer langen Streckenabschnitts vom Ortsausgang Ramsbeck bis zur Gemeindegrenze in Fahrtrichtung Westernbödefeld. Im Anschluss begann die zweite Bauphase mit den Arbeiten zwischen der Einmündung der Kreisstraße K44 zum Gewerbegebiet „Ziegelwiese“ und der Feuerwehrzufahrt am Ortseingang in Heringhausen.

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