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Für Druckreif Meschede im Fahrsimulator unterwegs

Eric Steinberg im Fahrsimulator.

Eric Steinberg im Fahrsimulator.

Foto: Eric Steinberg

Fahr-Simulatoren erobern die Sauerländer Fahrschulen. Was das bedeutet, beschreibt unser Druckreif-Autor Eric Steinberg im Selbsttest.

Die Zeiten, in denen man in der Fahrschule Übungsbögen aus Papier ausgefüllt hat, sind vorbei. Zeichnungen an der Tafel, die den Fahrschülern die Vorfahrtsregelungen erklären, gehören zum größten Teil der Geschichte an. Auch in der Fahrschule ist man im 21. Jahrhundert, und damit im Zeitalter von Handys und Computern, angekommen. Auf dem Weg zur eigenen Fahrerlaubnis spielen digitale Lernmöglichkeiten und neueste Technik mittlerweile eine große Rolle.

Lernen mit der App und Co.

Gerade einmal anderthalb Jahre ist es her, dass meine Fahrschulausbildung startete. Anstatt gleich zu Beginn mit mehreren Begleitbüchern überhäuft zu werden, stand die Anmeldung für das Online-Training auf dem Plan. Mit diesem ist es möglich, immer und überall an seinem Lernfortschritt, vorbereitend auf die Theorieprüfung, zu arbeiten. Auf dem Handy kann das Programm ganz simpel per App heruntergeladen werden und auch auf der Website des Anbieters kann gelernt werden.

Theoretische Vorteile

In den meisten Fahrschulen ist diese Lernpraxis schon lange Alltag und sorgt nicht mehr für staunende Gesichter. Zurzeit erobert jedoch ein anderes technisches Hilfsmittel die Fahrschulen: der Fahrsimulator. Die ersten Kilometer auf der Straße zu fahren, ohne dabei in Gefahr zu schweben, einen Unfall im realen Straßenverkehr zu riskieren, klingt für die meisten Fahrschüler sehr verlockend. Genau das ist es, was der Simulator verspricht. Am Theorieunterricht orientiert, sollen die Schüler ganz ohne Druck an verschiedene Verkehrssituationen herangeführt werden. Vorfahrtsregeln, Gefahrenmomente und das Abbiegen können auf diese Weise problemlos Wochen im voraus eingeübt werden, bevor es zum Härtetest auf deutschen Straßen kommt. Auch die ersten Schritte im Fahrzeug können getestet werden, zum Beispiel das das Anfahren.

Und ganz praktisch

Nimmt man den Simulator genauer unter die Lupe, fallen äußerlich keine großen Unterschiede zum Innenraum eines normalen Autos auf. Mit allen verkehrsnotwendigen Funktionen kann der Simulator dienen.

Das Fahren im Fahrsimulator war zu Beginn dann allerdings doch etwas seltsam. Man schnallt sich an, schaut in die Spiegel, fährt langsam los und nichts bewegt sich, schließlich ist es nur ein Simulator. An den Blick auf die drei Monitore hat man sich bereits nach wenigen Minuten gewöhnt.

Im Laufe der Fahrt gibt es immer wieder neue Anweisungen, wie sie auch der Fahrlehrer geben würde. Kommt es zu groben Fehlern seitens des Fahrers, folgt postwendend der Hinweis des Computers: „Sie fahren zu schnell!“ Man gelangt schnell in eine gewisse Routine, denn selbst der Blick in den Spiegel muss vom Schüler beachtet werden und wird im richtigen Fahrschulwagen später automatisch angewandt.

Fazit: Der Simulator ist kein einfaches Spielzeug, sondern kann auf spätere Autofahrten vorbereiten. Erste Schritte werden problemlos erprobt, ohne dass der Fahrschüler in echte Stresssituationen gerät. Momente, die im echten Straßenverkehr eher selten vorkommen, können in aller Ruhe eingeübt werden, ganz ohne Blechschaden. Orientiert am Theorieunterricht, ist der Fahrsimulator sicher eine Option für moderne Fahrschulen, den praktischen Unterrichten auf der Straße kann er aber nicht ersetzen.

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