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Fahrschule Bödefeld: Simulator revolutioniert den Markt

Hinter einem Schild „Fahrschule" erklärt ein Fahrlehrer die Funktionsabläufe in einem Motorraum.

Hinter einem Schild „Fahrschule" erklärt ein Fahrlehrer die Funktionsabläufe in einem Motorraum.

Foto: Norbert Millauer / ddp

Bödefeld.  Volker Peters betreibt Fahrschulen in Bödefeld, Meschede und Eslohe. Er erklärt, wie er den Fahrsimulator einsetzt und wo er seine Grenzen sieht.

Volker Peters aus Bödefeld ist seit 1995 ausgebildeter Fahrlehrer. 2002 übernahm er die Fahrschule Hein in Meschede und Eslohe und beschäftigt mittlerweile drei Mitarbeiter. Seit einiger Zeit besitzt er einen Fahrsimulator für am Hauptstandort Meschede. Welchen Eindruck er als Fahrlehrer vom Simulator hat, erzählt er im Interview.

Woher kam die Idee, den Simulator anzuschaffen?

Volker Peters: Der Simulator wurde auf einer Fachmesse für Fahrschulen vorgestellt. Nachdem ich den Fahrsimulator selbst testen konnte und ich die eigens entwickelte Software kennengelernt hatte, stand für mich fest, dass dieses Gerät den Fahrschulmarkt revolutionieren wird.

Gibt es schon positive Wirkungen und wenn ja, welche?

Ich erlebe in den ersten Fahrstunden, dass Fahrschüler auf erworbene Grundkenntnisse vom Simulator sehr gut zurückgreifen können. Das heißt die Bedienung des Fahrzeugs im Umgang mit Gas, Kupplung, Bremse und dem Lenken fallen den Fahranfängern wesentlich leichter. Auch das Verhalten in bestimmten Vorfahrt-Situationen mit rechts vor links oder das Befahren von Ampelkreuzungen ist dem Fahrschüler aufgrund der professionellen Anweisungen vom Simulator bekannt. Spiegel, Blinker und Schulterblick werden zusätzlich überwacht. Ich stelle fest, dass sich bei Fahrschülern, die intensiv mit dem Simulator trainiert haben, ein schnellerer Lernerfolg einstellt.

Gibt es Aspekte, die Sie bemängeln?

Die Kosten. Ich würde mir gern noch einen weiteren Simulator anschaffen, doch die Kosten übersteigen den Wert eines Mittelklassewagens.

Wie sehen Sie die Zukunftschancen für den Simulator?

Der Simulator wird stets weiterentwickelt. Neu auf dem Markt ist jetzt schon ein Lkw-Simulator, der in der Aus - und Weiterbildung eingesetzt wird. Es gibt immer neue Zusatzmodule, wie das Fahren mit VR-Brille. Dank der 360-Grad-Rundumsicht können auch Grundfahraufgaben, wie das Einparken oder Umkehren trainiert werden. Fahren mit Automatikfahrzeugen. Fahren auf der Landstraße und der Autobahn. Ich denke, dass der Einsatz von Simulatoren in Fahrschulen eine sinnvolle Ergänzung zur Führerscheinausbildung ist, jedoch den Fahrlehrer niemals ganz ersetzen kann!

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