Spielplatz

Ekel in Eversberg: Nun landet der Kot im Sandkasten

Hund oder Katze? Welches Tier sich auf dem Spielplatz erleichtert hat, macht für die Stadt Meschede einen Unterschied.

Hund oder Katze? Welches Tier sich auf dem Spielplatz erleichtert hat, macht für die Stadt Meschede einen Unterschied.

Foto: Privat

Eversberg.  Hund oder Katze? Welches Tier sich in einem Sandkasten in Eversberg erleichtert hat, macht für die Stadt einen Unterschied. Ekelhaft bleibt’s.

Auf dem Spielplatz am Oedackerweg in Eversberg wurde ein Mülleimer abmontiert. Dies sei notwendig gewesen, hatte die Stadt bereits im Juli erklärt, weil Hundehalter zunehmend den Kot ihrer Tiere in dem Behälter entsorgt hatten. Der Stadtsprecher Jörg Fröhling nannte die Zustände „ekelerregend“.

Eine ähnliche Bezeichnung wählt auch Tagesmutter Ulrike Schäfer für das, was sie nun auf jenem Spielplatz vorfand: ein Kothaufen mitten im Sandkasten, Pfotenabdrücke inklusive. Ihre Reaktion lautete: „Was ist denn wohl besser: Hundekot, der verpackt in einer Tüte, im Mülleimer landet, oder Hundekot, der im Sandkasten landet und so den Sand verunreinigt? Dass ein Mülleimer abgehangen wird, weil darin Abfall entsorgt wird, will mir nicht ganz einleuchten.“

Mit dieser Meinung ist sie nicht allein, das zeigen auch die zahlreichen Facebook-Kommentare unter einem weiteren Artikel zu diesem Thema. Dort berichtet außerdem eine Anwohnerin, dass der Müll nun regelmäßig in ihrem Vorgarten lande.

Arglose Katze, böswilliger Hund

Der Bauhof der Stadt Meschede möchte sich den Schuh nicht anziehen und stellt zunächst einmal fest, dass es sich hierbei nicht um Hunde-, sondern um Katzenkot handele. „Ob dieser von einer wildlebenden Katze oder von einer Hauskatze „auf Ausgang“ stammt, ist natürlich nicht bekannt. Mit Sicherheit kann dann aber gesagt werden, dass hier nicht in böswilliger Absicht gehandelt worden ist, wie man das bei einem Hund - samt Halter - annehmen könnte“, so der Stadtsprecher weiter. Wer so einen Haufen findet, solle sich beim Bauhof melden, der den Kot zeitnah entsorgen wird. Die städtischen Spielplätze würden zudem regelmäßig kontrolliert.

„Selbst für den Fall, dass es sich um einen Hundehaufen gehandelt hätte, besteht hier überhaupt kein Bezug zu einem nicht vorhandenen Mülleimer. Schließlich müsste man davon ausgehen, dass hier der Hundehalter mutwillig diese Situation in Kauf genommen hätte - oder aber der Hund wäre unbeaufsichtigt gewesen. Gerade auf einem Spielplatz wäre das in beiden Fällen ein grobes Fehlverhalten - und das ist auch nicht mit der Installation eines Mülleimers zu kompensieren“, so Fröhling.

Behälter keine Grundausstattung

Hundekotbeutel in einem Mülleimer auf einem städtischen Spielplatz zu entsorgen bezeichnet er weiterhin als „Fehlverhalten“. Einen Mülleimer wird es also erst einmal nicht geben. Schließlich „sollte es auch zumutbar sein, dass mitgebrachte Verpackungen wieder mitgenommen werden können“. Auf anderen städtischen Spielplätzen gibt es zwar weiterhin Mülleimer, diese gehörten jedoch nicht „zur Grundausstattung von Spielplätzen“, so die Stadt.

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