Bilanz

Eine ganz besondere Meisterschaft in Cobbenrode

Die Holzrückemeisterschaften in Cobbenrode sind eine einmalige Veranstaltung in NRW.

Die Holzrückemeisterschaften in Cobbenrode sind eine einmalige Veranstaltung in NRW.

Foto: Gudrun Schulte

Cobbenrode.   Die Holzrückemeisterschaften haben erneut tausende Menschen nach Cobbenrode gelockt. Eine Herausforderung für den Heimat- und Förderverein.

Die Holzrückemeisterschaften haben am Wochenende erneut tausende Menschen nach Cobbenrode gelockt.

Neben den beeindruckenden Leistungen von Mensch und Tier bei der Arbeit mit den meterlangen Baumstämmen auf dem Parcours, zeigten Gladiatoren ihre Kampfkünste und die Oldtimerfreunde Cobbenrode demonstrierten, wie mit alten Maschinen aus Getreide Brot wird und präsentierten ihre alten Trecker.

Ein Handwerkermarkt ergänzte das Angebot um den Hof. Außerdem luden Planwagen zu einer Rundfahrt um das Dorf ein. Manfred Habbel ist Vorsitzender des Heimat- und Fördervereins Cobbenrode und somit Mitorganisator der Großveranstaltung. Wir haben mit ihm gesprochen.

Herr Habbel, wie fällt Ihre Bilanz des Wochenendes aus?

Manfred Habbel: Es war wieder eine gute Veranstaltung. Das Wetter passte und die Interessensgemeinschaft Zugpferde (IGZ) fühlt sich auf dieser Anlage immer sehr wohl. Das Gelände ist einfach ideal und wir Cobbenroder können stolz sein, dass wir die Meisterschaft im Holzrücken ausrichten dürfen.

Die Veranstaltung ist seit ihrer Premiere 2015 stetig gewachsen. Soll sie in den nächsten Jahren noch größer werden oder ist das Limit erreicht?

So, wie es jetzt ist, ist es meines Erachtens gut. Wir wollen ganz bewusst bei dieser Veranstaltungsgröße bleiben. Qualität ist für uns wichtiger als die Masse.

Wie viele Helfer hatten Sie am Wochenende im Einsatz? Eine solche Großveranstaltung ist doch sicherlich für den Heimat- und Förderverein nicht alleine zu stemmen?

Wir hatten an beiden Veranstaltungstagen insgesamt rund 100 Helfer ständig im Einsatz. Dazu kommt beispielsweise auch das Engagement der Oldtimerfreunde Cobbenrode, die für das Schaubild „Vom Korn zum Brot“ verantwortlich zeichneten. Das Holz zum Rücken kriegen wir zum Beispiel von einem heimischen Betrieb. Ohne all das ginge es nicht.

Der Stertschultenhof wird in diesem Jahr 250 alt. Wie wollen Sie dieses Jubiläum begehen?

Es wird keine besondere Geburtstagsparty geben. Das Gebäude wird zwar 250 Jahre alt. Der Hof ist ja viel älter, aber eine Großveranstaltung im Jahr ist genug.

Zuletzt ist der Erlös in die Unterhaltung des Stertschultenhofes geflossen. Wird das wieder der Fall sein und was genau verursacht eigentlich die meisten Kosten?

Der Erlös geht wieder in die Unterhaltung des Stertschultenhofes. Vor kurzem musste zum Beispiel die Gartenmauer erneuert werden. An einem alten Gebäude ist immer was zu richten und zu renovieren.

Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft

Manfred Habbel ist 54 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist seit 2012 Vorsitzender des Heimat- und Fördervereins Cobbenrode.

Die Holzrückemeisterschaft am Stertschultenhof in Cobbenrode ist die einzige in NRW. Sie gilt als Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft.

Der Heimat- und Förderverein Cobbenrode wurde 1995 gegründet. Er übernahm den Stertschultenhof, der 1998 bis 2001 restauriert wurde.

Der Hof wurde erstmals 1310 in einem Schatzungsregister des Stifts Meschede erwähnt. Er gilt als einer der ältesten nachgewiesenen Höfe des Sauerlandes.

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