Stadtplanung

Eine Brücke am Haken: Neues Bauwerk über der Essel in Eslohe

Tonnenschwere Last am Haken: Die Installation der neuen Brücke an der Tölckestraße ist Millimeterarbeit.

Tonnenschwere Last am Haken: Die Installation der neuen Brücke an der Tölckestraße ist Millimeterarbeit.

Foto: Stefan Berg

Eslohe.  Schauspiel am Morgen: In der Esloher Tölckestraße hing in aller Frühe eine tonnenschwere Brücke am Haken.

Die Ortskerngestaltung in Eslohe ist am Morgen ein gut sichtbares Stück vorangekommen. Und das binnen kürzester Zeit. Innerhalb von rund zwei Stunden ist neben dem Netto-Markt eine neue Fußgängerbrücke installiert worden, die einen wesentlichen Teil zur Anbindung der Hauptstraße an die Tölckestraße beitragen wird.

Ab 8 Uhr war die Tölckestraße für die gewaltige Aktion gesperrt, damit sich der Schwerlastkran positionieren konnte. Kurze Zeit später schwebte die tonnenschwere Last bereits am Haken und konnte auf die vorbereiteten Fundamente gesetzt werden. Millimeterarbeit. Geliefert wurde die Brücke an einem Stück - samt bereits installiertem Geländer. Entsprechend schnell ging die Aktion über die Bühne. Angesichts des betriebenen Aufwandes blieben viele Passanten stehen, um das Ereignis zu verfolgen - schließlich bekommt der Ortskern nicht alle Tage eine neue Brücke.

Begehbar sein wird die neue Verbindung allerdings noch nicht, wie Stefan Berg, vom Fachbereich Technische Dienstleistungen der Gemeinde betont. Mehrere Woche, so schätzt er, werde es noch dauern, bis die Brücke freigegeben werden kann. Der Grund dafür liegt nicht bei der Brücke selbst, sondern an der Tatsache, dass auf dem Fußweg in der Tölckestraße, auf den Brücke führt, die Geländer zur Essel noch nicht installiert sind. Daher ist dieser Bereich der Tölckestraße nach wie vor mit Bauzäunen abgesichert.

Mehr Sicherheit

Zur Installation der neuen Brücke hatte es in der Vergangenheit auch kritische Stimmen gegeben - vor allem deshalb, weil sie mehr oder weniger parallel direkt neben einer bereits vorhandenen Brücke verläuft, die ebenfalls über die Essel führt. Allerdings mit dem Unterschied, dass es sich bei der vorhandenen Brücke um eine Straße mit Fußweg handelt. Die neue Brücke hingegen ist ausschließlich für Fußgänger und bringe damit auch ein stückweit mehr Sicherheit, wie Bürgermeister Stefan Kersting betont.

Neues Einkaufserlebnis

Das aber sei nur der eine Punkt, der die neue Brücke aus seiner Sicht notwendig gemacht hat. Ziel der Ortskerngestaltung, so betont der Bürgermeister, sei es, eine Sichtachse und auch eine begehbare Achse zwischen dem Fachmarktzentrum an der Tölckestraße und dem Einzelhandel an der Hauptstraße zu schaffen. Und dazu trage die Brücke bei.

Mit ihr sei das Projekt schließlich längst nicht abgeschlossen. Die Brücke bilde mit der Neugestaltung des Raiffeisenplatzes samt der dort geplanten Installation einen Brunnens, der eine zentrale Rolle spielen werde, quasi eine Art Gesamtpaket. Künftig gebe es dann eine attraktive Verbindung von der Hauptstraße, über den neuen Raiffeisenplatz vorbei am Nettomarkt, dessen Parkplätze dafür neu ausgerichtet werden. Und diese Strecke führe am Ende direkt auf die neue Brücke so Kersting. Damit trage sie zum neuen Einkaufserlebnis in Eslohe bei.

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