Natur

Die ersten Kraniche werden über Meschede gesichtet

Kraniche auf dem Weg zu ihren Brutplätzen.

Kraniche auf dem Weg zu ihren Brutplätzen.

Foto: Uwe Zucchi / dpa

Meschede.  Kommt nun der Frühling? Die ersten Kraniche wurden über Meschede gesichtet. Nabu bittet um Meldungen.

Die ersten Kraniche wurden über Meschede gesichtet. Kraniche gehören zu den Frühziehern, da sie relativ kälteunempfindlich sind.

Über dem Sauerland wurden die ersten Züge in nordöstlicher Richtung beobachtet. Die großen Vogelschwärme am Himmel sind auch meist gut zu hören. Der Ruf erinnert an ein Trompeten – „Krru“ und „krarr“ im Wechsel. Laut Nabu bedeutet dies aber kein Ende des Winters. Die Kraniche gehören zu den Frühziehern und gelten als kälteunempfindlich.

Trotz stürmischen Wetter sind die Kraniche in Richtung Nordost unterwegs. Am stärksten, so NABU, ist der Verkehr über Hessen. Am Donnerstag, 13. Februar, wurden über dem Lahntal aufgegliedert in zahlreiche kleinere Fluggemeinschaften insgesamt 6.800 Kraniche gezählt.

Die Tiere verbringen den Winter in Frankreich, in der spanischen Extremadura, dem portugiesischen Alentejo oder im Nordwesten Afrikas. Die Rückkehr aus dem Winterquartier immer auch ein Wettlauf um das Besetzen der besten Brutreviere in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Bei den großen Vögeln, die seit vielen Jahren im Kohlwedertal heimisch sind, handelt es sich um Graugänse . Auch diese Tiere sind eigentlich Zugvögel und manchmal am Himmel schwierig zu unterscheiden.

Kraniche oder Gänse? NABU gibt Tipps zur Bestimmung:

  • Kraniche legen häufig Segelphasen ein, schlagen dann kaum oder gar nicht mit den Flügeln. Sie nutzen auch die Thermik, indem sie sich durch aufsteigende Winde nach oben schrauben. Hierbei wird die Formation kurzfristig aufgelöst und als Beobachter kann man den Eindruck bekommen, die Tiere würden orientierungslos kreisen. Bei Gänsen kann man dieses Verhalten nicht beobachten.
  • Kraniche sind ein ganzes Stück größer als Wildgänse. Die Spannweite des Kranichs beträgt 180 bis 222 Zentimeter, die unserer Wildgansarten bis 175 Zentimeter.
  • Die Flügel der Kraniche wirken „eckig“, sie haben sehr lange Federn an der Handschwinge (Flügelenden), die ähnlich wie bei Adlern oder Geier weit abgespreizt werden.
  • Kraniche haben lange Beine, die im Gegensatz der Gänse, im Flug über die Schwanzfedern hinausragen.
  • Kraniche, wie auch Gänse, kündigen sich häufig aus der Ferne durch ihre Rufe an. Die Rufe unterscheiden sich sehr deutlich: Kranichrufe erinnern an ein „erhabenes“ Trompeten: „krru“ - „krarr“ im Wechsel. Gänse rufen je nach Art unterschiedlich, ähneln aber einander. Sie schnattern, quäken (beispielsweise Graugans) quieken (beispielsweise Blässgans) oder fliegen manchmal sogar fast stumm (Saatgans).
  • Wer Kraniche gesehen hat, soll diese hier an den Nabu melden.
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