DSDS

Daniel Ceylans Traum vom DSDS-Superstar platzt im Finale

Beim Interview nach dem DSDS-Finale ist Daniel Ceylan aus Meschede die Enttäuschung noch anzusehen. Wenig später ist sie schon verflogen.

Beim Interview nach dem DSDS-Finale ist Daniel Ceylan aus Meschede die Enttäuschung noch anzusehen. Wenig später ist sie schon verflogen.

Foto: Frank Selter

Meschede/Köln.   Um 21.24 Uhr ist der Traum ausgeträumt. Sprachlos verlässt Daniel Ceylan die große DSDS-Bühne. Er wollte Deutschlands neuer Superstar werden. Und er war auf dem besten Weg dorthin. Am Ende reichte es im Finale der RTL-Castingshow aber nur für den dritten Platz – trotz eines perfekten Aufritts.

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Es ist genau das passiert, was Ceylan zuletzt im Interview mit unserer Zeitung noch gesagt hat: „Du kannst Leistung bringen und am Ende fliegst du trotzdem raus”. Dass es ihn treffen könnte, darauf hatte er sich offensichtlich nicht so recht eingestellt.

Was die RTL-Zuschauer vor den Fernsehern nicht sehen konnten: Während es auf der Bühne mit der Partystimmung weitergeht, lässt sich der 28-Jährige Mescheder minutenlang in seinem Fanblock von seiner Familie und von Freunden trösten – mit versteinerter Miene und Tränen in den Augen. Dann wird er aus dem Studio geleitet. The Show must go on.

Dabei hat der Abend doch eigentlich so gut begonnen: Eine gute Stunde vor der Show lässt sich der Mescheder noch im Foyer des Coloneums blicken. Umringt von Kamerateams und Fans müssen Sicherheitsleute ihm den Weg durch die kreischende Menge bahnen. Hände schütteln, Autogramme schreiben, in Handykameras lächeln. Professionell erledigt der 28-Jährige seinen Job.

50 Fans aus Meschede drücken die Daumen

Währenddessen sorgt die Mescheder Fan-Meute draußen vor dem Studio für Stimmung. Mit 50 Leuten ist die Truppe diesmal angerückt. Mit Megafon und Fangesängen stellen sie klar, dass es nur einen Superstar geben kann - und den nennen sie „Dani“. Auch sie hatten sich den Abend anders vorgestellt.

Auf der Aftershowparty lässt sich Daniel Ceylan erst spät blicken - es ist weit nach zwei Uhr nachts. Während alle anderen feiern, sitzt er mit seiner Verlobten, seinen Freunden und seiner Familie ein paar Räume weiter. „Ich musste das erstmal verdauen“, sagt der Mescheder.

Aber dann kommt sie schließlich doch irgendwann noch durch - Ceylans gute Laune, die nach dem Ausscheiden ein wenig tiefer in ihm drin steckte als sonst. Ceylan tanzt und lacht sich den Frust von der Seele. „Ich hab’ Party gemacht, das Leben geht weiter“, sagt er optimistisch. Um 6 Uhr geht er ins Bett - seine letzte Nacht im DSDS-Loft.

Sonntagnachmittag ist der 28-Jährige wieder in Meschede. Nach dem Rummel der vergangenen Monate wird es jetzt wieder ein wenig ruhiger in seinem Leben zugehen.

Bester männlicher Kandidat

Aber es bleibt dabei: „Ich werde mit der Musik weitermachen“, betonte Ceylan im Telefonat mit der Westfalenpost noch einmal. Wie genau, das stehe noch in den Sternen. Als Finalist wird er jedenfalls unter anderem bei der DSDS-Sommertour mit dabei sein. Weitere Buchungsanfragen liegen ebenfalls bereits vor.

„Für uns ist Daniel auch so ein Superstar“, sagt seine Schwester Sonya. Freunde und Familie seien stolz auf ihn. Und das können sie auch sein. Immerhin hatte sich Ceylan gegen 35 000 weitere Kandidaten durchgesetzt. Am Ende musste er sich im Finale zwar gegen zwei Frauen geschlagen geben. Als Trost bleibt ihm aber immerhin der Titel „Bester männlicher Kandidat“ bei DSDS 2014.

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