Vandalismus

Bücherzelle in Meschede nicht reparabel - eine letzte Chance

Kümmern sich um einen Ersatz für die ausgebrannte Bücherzelle (von links): Alexander Brockhoff von ITH, Christoph Hermes vom Stadtmarketing und Bauhofleiter Marc Böhm.

Kümmern sich um einen Ersatz für die ausgebrannte Bücherzelle (von links): Alexander Brockhoff von ITH, Christoph Hermes vom Stadtmarketing und Bauhofleiter Marc Böhm.

Foto: Stadt Meschede

Meschede.  Dreimal ist die Bücherzelle in Meschede bereits beschädigt worden - jetzt ist sie endgültig kaputt. Aber es gibt noch eine Chance.

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Die Bücherzelle an der Fritz-Honsel-Straße, die im Juni von Unbekannten angezündet worden war, kann nicht repariert werden. Der Integrierte Baubetriebshof der Stadt Meschede holte jetzt die Überreste zur Entsorgung ab.

Leiter des Bauhofs resigniert

„Die war nicht mehr zu sanieren“, erklärte Bauhofleiter Marc Böhm resigniert, „das ist sehr ärgerlich.“ Zum dritten Mal bereits wurde die ausrangierte Telefonzelle von Randalierern erheblich beschädigt. Frustrierend auch für die Jugendlichen, die die Idee zu dem öffentlichen Bücherschrank im Rahmen des Kreativ-Wettbewerbs „Chasing the Sun“ des Stadtmarketings Meschede hatten. Das Konzept von Annabel Beste, Jana Nonnweiler, Ilka Schemme, Anna Wiese und Annalena Wolff wurde von der Firma ITH mit Unterstützung der Mescheder Bürgerstiftung umgesetzt.

Bürgertreff kontrollierte Lesestoff

Seitdem konnten sich Leseratten neben der Ruhrbrücke an der Fritz-Honsel-Straße aus einer wechselnden Auswahl mit Büchern versorgen und anderen Bücherliebhabern ihre lesenswerten Bücher in die Regale des Bücherschranks stellen. Bei schönem Wetter luden die Bänke an der Ruhr zu einer Lesezeit ein. Ehrenamtliche von der Freiwilligeninitiative Mescheder Bürgertreff sorgten für neuen Lesestoff und kontrollierten die vorhandenen Bücher regelmäßig. „Das ist so schade, dass Leute diese Idee quasi mit Füßen treten und die ehrenamtliche Arbeit zunichte gemacht haben“, ärgerte sich auch Christoph Hermes vom Stadtmarketing Meschede. „Irgendwann reißt auch unser Geduldsfaden“, sagt er.

Ausrangierte Telefonzelle besorgt

Eine letzte Chance gibt es für eine Bücherzelle an diesem Standort an Ruhr: Sparkasse, die Firma ITH, der IBB und das Stadtmarketing sorgen nun mit vereinten Kräften für eine neue Bücherzelle. Die Firma ITH hat eine ausrangierte Telefonzelle besorgt: „Sie soll im Herbst geliefert werden und kann dann im Frühjahr aufgestellt werden“, erklärte Alexander Brockhoff, bei ITH im Bereich Marketing tätig. Über den Winter wird die Zelle von außen neu gestaltet mit Klebefolien. Innen bekommt sie wie ihre Vorgängerin ein Holzregal für die kostenlos ausleihbaren Bücher.

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