Bier

Bier mit Whisky: Neues von Craft-Beer-Brauerin aus Meschede

Clucking Hen, so heißt das Craft Beer, das Christina Triefenbach (34) aus Meschede auf den Markt gebracht hat. Mittlerweile gibt es schon vier Sorten – ein fünftes Bier lagert gerade im Eichenfass.  

Clucking Hen, so heißt das Craft Beer, das Christina Triefenbach (34) aus Meschede auf den Markt gebracht hat. Mittlerweile gibt es schon vier Sorten – ein fünftes Bier lagert gerade im Eichenfass.  

Foto: Ilka Trudewind

Meschede.  Christina Triefenbach aus Meschede braut sich was. Ihre neueste Biersorte der Marke Clucking Hen kommt aus einem Whiskeyfass.

Sie glucken wieder. Welch’ Glück. Nachdem der Mader die letzten Hennen geholt hatte, haben Christina und Fabian Triefenbach den Stall verstärkt. Denn ohne Hühner fehlte etwas in ihrem Garten am Hainberg. Zumal die Tiere ihrem Craft Beer den Namen gaben: Clucking Hen – gluckende Henne.

Anfang 2018 startete Christina Triefenbach mit ihrem ersten Bier. Nebst neuer Hühner hat sich bei den Craft-Beer-Brauern aus Meschede noch vieles mehr getan: Die Familie hat Nachwuchs bekommen, es kamen drei weitere Sorten auf den Markt und eine Reise nach Japan stand auch noch an.

Schwanger und Bier?

Der kleine Wim kam vor sieben Monaten zur Welt. Während der Schwangerschaft sei das Probieren etwas komplizierter. „Ich habe das Bier beim Testen nicht runtergeschluckt“, erklärt Christina Triefenbach. Da sie während der Schwangerschaft allerdings alles sehr intensiv geschmeckt habe, musste ihr Mann Fabian Triefenbach abschließend probieren. In dieser Zeit entstand das Lager Lupulo Lilium. „Ein leichtes Bier, das geschmacklich an ein Pils erinnert“, so Triefenbach. „Ein Hopfen, der nach Lilien duftet, verleiht dem Bier etwas Blumiges.“

Hopfen mit Weißweinnote

Von der ersten Idee bis zum ausgereiften Bier dauert es etwa ein halbes Jahr. Die meisten Zutaten wie Getreide und Hopfen bestellt die 34-Jährige online. Zum Beispiel einen speziellen Hopfen mit Weinnote, der in Neuseeland wächst. „Den haben wir für unser Hefeweizen Sauvin Blanc verwendet“, erzählt sie. Das Weizen sollte nach Sommer schmecken. Für die ersten Versuche benötigt sie keine großen Mengen: ein Kilogramm Hopfen für maximal 80 Liter. Getestet wird im Keller. Das ausgereifte Bier wird dann in einer belgischen Brauerei gebraut und abgefüllt.

Pilstrinker bekehren

An den meisten Wochenenden sind Triefenbachs auf Veranstaltungen in Deutschland unterwegs, um das Bier bekannter zu machen. Sie verkaufen ihre Spezialitäten zum Beispiel auf Bier-Festivals aber auch in der Heimat: Zum Beispiel jüngst auf dem Reister Markt. Neugierig seien alle, so Triefenbach. „Oh, das ist aber süffig. Das könnte ich aber nicht den ganzen Abend trinken“, sagen Vorsichtige. „Das muss man ja auch gar nicht“, sagt Christina Triefenbach und lacht. Bei Bier-Spezialitäten gehe es eher um den Genuss, nicht um die Menge. „Ich bin selbst keine Pilstrinkerin“, gesteht die 34-Jährige. So könne sie dann auch oft Frauen überzeugen, die eigentlich gar kein Bier mögen.

Inspiration in Japan

Für vier Wochen war die Familie Triefenbach nun auch in Japan unterwegs. Das regionale Bier wurde natürlich getestet. „Dort wird häufig mit Reis gebraut“, erklärt Triefenbach. Und die Zitrusfrucht Yuzu sei allgegenwärtig. „Ich habe mir auf jeden Fall Inspiration geholt“, sagt sie.

Das neueste Bier wird allerdings ein Whiskey-Bier mit Cherrynote. Es ruht gerade in einem Eichenfass, in dem erst Cherry und dann Whiskey gelagert wurde. „Das wird es auf dem Martinsmarkt in Eversberg Anfang November zum Probieren geben.“

Braukurse im Angebot

  • In Meschede gibt es das Clucking Hen zum Beispiel bei Tabakwaren Menke, im H1 am See, im Markant Siebrichhausen, bei Hartleb und im Hofladen Sauerland. Bibulus oder H1 schenken es auch aus.
  • Christina Triefenbach, geb. Kotthoff, hat Oecotrophologie in Mönchengladbach studiert.
  • Clucking Hen bietet neuerdings auch Braukurse an. Zum Beispiel für Firmen oder Junggesellenabschiede. Eigenes Etikett inklusive.
  • Das Sixpack kostet 17,90 Euro.

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