Sexuelle Belästigung

Belästigung auf Schützenfesten: Was die Polizei Opfern rät

 Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen (Symbolfoto)

Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen (Symbolfoto)

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Schmallenberg.  Sexuelle Belästigung ist seit 2016 ein Straftatbestand. Die Polizei gibt Tipps, wie sich Opfer und auch Zeugen verhalten sollten.

Nach Berichten über sexuelle Belästigungen auf Schützenfesten in Schmallenberg äußert sich auch die Polizei aus dem Hochsauerlandkreis zu dem Thema. „Sexuelle Belästigung gegenüber Frauen wird in unserer Gesellschaft oft nicht ernst genommen, sondern eher bagatellisiert. Nicht selten werden Grenzüberschreitungen wie z.B. sexistische Sprüche oder der Klaps auf den Po mit Kommentaren wie ,Stell dich noch nicht so an!’ oder ,Sei doch nicht so verklemmt!’ abgetan“, schreibt die Polizei dazu. Dem sei aber nicht.

Seit 2016 ein Straftatbestand

„So trat 2016 der Straftatbestand der sexuellen Belästigung in Kraft. Gemäß Paragraf 184i des Strafgesetzbuches wird derjenige mit Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bestraft, der eine andere Person in

sexuell bestimmter Weise körperlich berührt und dadurch belästigt“, so Polizeisprecher Holger Glaremin. 2018 wurden im HSK 48 sexuelle Belästigungen angezeigt. Die Dunkelziffer könnte aber höher liegen.

Wie sich Opfer verhalten sollten

Grundsätzlich müsse ein „Nein“ ein „Nein“ bedeuten. Die Polizei gibt folgende Ratschläge für Betroffene und auch Zeugen:

1. Wehren Sie sich: Stellen Sie klar, dass Sie sich Zudringlichkeiten nicht gefallen lassen.

2. Holen Sie sich Hilfe und machen Sie auf die Situation aufmerksam. Sie brauchen sich nicht zu schämen. Der Täter sollte sich schämen!

3. Rufen Sie den Polizeiruf 110 und erstatten Sie Strafanzeige gegen den Täter!

Wie sich Zeugen verhalten sollten

Auch Menschen die eine Belästigung beobachten sollten handeln:

1. Handeln Sie sofort, wenn Sie eine Belästigung beobachten.

2. Bieten Sie Betroffenen Ihre Hilfe und Begleitung an.

3. Unterstützen Sie die betroffene Person, wenn sie sich zur Wehr setzt.

4. Stellen Sie sich als Zeugin oder Zeuge zur Verfügung. Weitere Informationen dazu finden sie hier: www.polizei-beratung.de,

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