Tiere

Ausbrecherbande bei Eslohe soll jetzt betäubt werden

Sie haben sich inzwischen in den Wald verzogen: Die Ausbrecher-Rinder von Büemke bei Eslohe. Seit September stromern sie in der Umgebung frei herum.

Sie haben sich inzwischen in den Wald verzogen: Die Ausbrecher-Rinder von Büemke bei Eslohe. Seit September stromern sie in der Umgebung frei herum.

Foto: Privat

Büemke.  Zuletzt wurde es per Pferd versucht, danach zu Fuß: Jetzt gibt es eine neue Lösung, um die ausgebüxte Rinderherde bei Eslohe zu fangen.

Und wieder soll ein neuer Versuch gestartet werden, die Ausbrecherherde von Büemke endlich einzufangen. Diesmal allerdings werden nicht wieder die Rinderhirten aus Hagen beteiligt.

Nach Informationen dieser Zeitung soll nun ein Tierarzt beauftragt werden. Er soll die entflohenen Rinder mit Betäubungsschüssen lahm legen. Danach sollen die Tiere unmittelbar in Viehtransporter verladen und an den Niederrhein zu dem Eigentümer der Herde gebracht werden. Jetzt muss ein Termin koordiniert werden, damit Tierarzt und Tiertransporteur gemeinsam aktiv werden können. Eine Frist gibt es dafür nicht.

Neue Unruhe

Offiziell hatten zuletzt, wie berichtet, die Rinderhirten aus Hagen versucht, die ausgebüxten Tiere von ihren Pferden aus einzutreiben - die Mitglieder des Vereins sind darauf spezialisiert. Allerdings hatten die Rinder eine Lücke in einem Zaun entdeckt und waren erneut geflüchtet. Diesmal in einen Wald, wo es in der Dämmerung dann zu gefährlich für eine Verfolgung vom Pferd aus wurde. Für einen zweiten Versuch hat sich niemand bei den Rinderhirten gemeldet, sagt Marco Hubricht von dem Verein.

Er hat jedoch auch erfahren, dass danach offenbar wieder versucht worden ist, zu Fuß aus die Tiere einzufangen – was wieder misslungen ist. Hubricht hatte ausdrücklich darum gebeten, die Rinder zur Ruhe kommen zu lassen: „Die Rinder müssen sich beruhigen können.“ So aber werde nur neue Unruhe geschaffen, und die Distanz zwischen den Rindern und den Verfolgern steige. Zuletzt kamen die Reiter auf ihren Pferden bis auf 20 Meter problemlos an die Rinder heran: „Wenn die Distanz aber auf 50 bis 80 Meter steigt, dann haben wir auch keine Chance mehr, die Herde zu lenken.“ Seit September zieht die tierische Ausbrecherbande rund um Büemke über die Wiesen und frisst sich auf fremden Grundstücken satt.

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