Polizei

Abzocke am Telefon: Zahlreiche Anrufe von Betrügern im HSK

Telefonbetrüger sind wieder im Kreisgebiet aktiv (Symbolbild). Auch in Schmallenberg versuchten sie ihr Glück.

Telefonbetrüger sind wieder im Kreisgebiet aktiv (Symbolbild). Auch in Schmallenberg versuchten sie ihr Glück.

Foto: Julian Stratenschulte/DPA

Schmallenberg.   15 Fälle wurden der Polizei gemeldet - auch in Schmallenberg versuchten die Täter ihr Glück. Die Polizei gibt Tipps, wie man sich schützen kann.

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Seit Donnerstag treten wieder vermehrt Anrufe von falschen Polizisten und falschen Verwandten im gesamten Kreisgebiet auf - auch in Schmallenberg. Das teilte die Pressestelle der Polizei nun mit.

Insgesamt 15 Fälle wurden der Polizei gemeldet. In keinem der Fälle hatten die Täter Erfolg. In Arnsberg, Brilon, Schmallenberg und Sundern reagierten die Betroffenen genau richtig und beendeten das Gespräch.

Immer die gleiche Masche

Die Masche ist immer gleich und bundesweit bekannt, so die Polizei: Die Täter täuschten unter anderem vor, Polizeibeamte einer örtlichen Polizeidienststelle, Kriminalbeamte des Landeskriminalamtes, des Bundeskriminalamtes oder auch einer Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei zu sein.

Die perfide Vorgehensweise werde durch einen technischen Trick unterstützt: Im Display des Telefons der Angerufenen wird die örtliche Vorwahlnummer zusammen mit der 110 eingeblendet oder einer örtlichen Polizeidienststelle.

Dies soll die Behauptung untermauern, dass es sich bei den Anrufern um Polizeibeamte handelt.

Keine Polizei am Telefon

Es sind jedoch keine Polizisten am Telefon, sondern Trickbetrüger. Diese behaupten zum Beispiel, es habe vermehrt Einbrüche in der Umgebung gegeben oder ein Zettel mit der Adresse des Angerufenen sei bei einem festgenommenen Einbrecher gefunden worden. Mit diesen Tipps der Polizei können Sie sich vor Trickbetrügern schützen:

    • Machen Sie ältere Mitmenschen auf die Betrugsmasche aufmerksam.
    • Rufen Sie beim geringsten Zweifel die echte Polizei unter dem Notruf 110 an.
    • Informieren Sie Ihre Familie, Freunde oder gute Nachbarn.
    • Für Betrüger ist es ein geringer Aufwand die Telefonnummer als 110 erscheinen zu lassen. Die echte Polizei überträgt niemals die Notrufnummer 110 auf das angerufene Telefondisplay.
    • Geben Sie am Telefon niemals Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis. Übergeben Sie niemals Geld oder andere Wertgegenstände an unbekannte Personen.
    • Lassen Sie Unbekannte vor Ihrer Wohnungstür: Sie sind grundsätzlich nicht verpflichtet, jemanden unangemeldet in Ihre Wohnung zu lassen. Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis.

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