Krankheiten

18 Keuchhusten-Fälle im HSK - und der Rat zur Impfung

Eine Impfstoff gegen Keuchhusten ist hier zu sehen.

Eine Impfstoff gegen Keuchhusten ist hier zu sehen.

Foto: dpa Picture-Alliance / Christian Ohde

Meschede.   Keuchhusten gilt als besonders unangenehm. Dagegen gibt es eine Impfung. Trotzdem traten voriges Jahr offiziell 18 Fälle auf.

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Im Hochsauerlandkreis ist die Zahl der nach dem Infektionsschutzgesetz gemeldeten Keuchhustenfälle im Jahr 2018 gesunken. Insgesamt wurden 18 Fälle gemeldet, 2017 waren es noch 27. Das teilte die AOK Nordwest auf Basis von Zahlen des Robert-Koch-Instituts mit.

„Auch wenn die Zahlen rückläufig sind, raten wir, unbedingt die empfohlenen Impfungen insbesondere bei Säuglingen und Kindern vorzunehmen. Aber auch die Auffrischungsimpfung bei Erwachsenen sollte nicht vernachlässigt werden “, sagt AOK-Serviceregionsleiter Dirk Schneider.

Schwere Erkrankungsverläufe

Gerade im ersten Lebensjahr stelle der Keuchhusten eine ernste gesundheitliche Bedrohung für Kinder dar. Immer würden werden schwere Erkrankungsverläufe beobachtet. Atemnot durch angeschwollene Atemwege und Erbrechen seien häufige Begleiterscheinungen. Bei kleinen Kindern könnten Atempausen lebensgefährlich werden, insbesondere im Schlaf.

Die Impfung gegen Keuchhusten gehört zu den Kombinationsimpfungen, die von der Ständigen Impfkommission ab dem dritten Lebensmonat empfohlen und von den gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten bezahlt werden. Auffrischungsimpfungen gelten im Alter von fünf bis sechs Jahren als sinnvoll.

In Deutschland gibt es heute keine Pflichtimpfungen mehr. „Eltern sollten jedoch bedenken, dass sie durch vorbeugendes Impfen unter Umständen schwerwiegende Gesundheitsschäden von ihrem Kind abwenden können“, so Schneider.

Auffrischungsimpfung wird empfohlen

Aber nicht nur bei Kindern ist die Impfung relevant: „Auch für Erwachsene wird die Auffrischungsimpfung gegen Keuchhusten von der Ständigen Impfkommission empfohlen. Sie wird einmalig als Kombinationsimpfung mit der Impfung gegen Tetanus und Diphterie durchgeführt. Zu der Impfung wird geraten, weil weder eine durchgemachte Erkrankung noch die empfohlene Grundimmunisierung im Kindesalter ein Leben lang vor der Erkrankung schützen“, so Schneider.

Keuchhusten (Pertussis) wird durch ein Bakterium mit Namen Bordetella pertussis übertragen. Die Ansteckung erfolgt über kleinste Tröpfchen, die beim Husten oder Niesen versprüht werden. Die Erkrankung ist hochansteckend und langwierig. Nach einer Inkubationszeit von ein bis zwei Wochen (maximal jedoch 20 Tagen) treten die typischen Krankheitserscheinungen auf, die in der Regel einige Wochen bis Monate andauern.

Bis hin zum Erbrechen

Anfangs kommt es zu Schnupfen, eventuell Heiserkeit und Husten. Sofern Fieber auftritt, ist es eher niedrig. Diese grippeähnlichen Symptome dauern ein bis zwei Wochen an. Im Verlauf entstehen heftige Hustenanfälle, die der Krankheit ihren Namen geben. Diese Hustenattacken gehen häufig mit Erbrechen einher und können sehr zahlreich sein. Die Dauer dieses Erkrankungsstadiums kann vier bis sechs Wochen betragen. Dann folgen sechs bis zehn Wochen, in denen die Hustenanfälle allmählich abklingen.

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