Deutlicher Rückgang

Zahl der Einbrüche in Menden fast halbiert

Nach zuletzt gestiegenen Einbruchszahlen, zeigt sich Polizeidirektor Michael Kuchenbecker jetzt selbstbewusst, denn die Fälle nehmen ab.

Nach zuletzt gestiegenen Einbruchszahlen, zeigt sich Polizeidirektor Michael Kuchenbecker jetzt selbstbewusst, denn die Fälle nehmen ab.

Foto: Arne Poll

Menden.   Die Zahl der Einbrüche in Menden hat sich im vergangenen Jahr fast halbiert. Die Polizei sieht, dass ihre Konzepte aufgehen.

Nach mehreren Jahren mit deutlich steigenden Einbruchszahlen hat sich die Zahl der Einbrüche im vergangenen Jahr in Menden fast halbiert. In immer mehr Fällen blieb es bei Einbruchsversuchen. Die Polizei zeigt sich stolz, sieht aber auch das Verdienst bei aufmerksamen Bürgern.

72 mal schlugen Täter im vergangenen Jahr in Menden zu. Das sind 57 Fälle weniger als im Jahr zuvor. Mehr als die Hälfte der Fälle seien sogar nur Einbruchsversuche, sagt Kriminalitäts-Direktionsleiter Manfred Kurzawe. Er erkenne, dass sich viele Menschen immer besser gegen Einbrüche sichern, zum Beispiel durch sichere Fenster, zusätzliche Türschlösser und ausgeklügelte Beleuchtung.

Hinweise kommen deutlich früher

„Das Hinweisverhalten ist auch deutlich besser geworden“, sagt Polizeidirektor Michael Kuchenbecker. Es gebe deutlich häufiger als früher Hinweise auf mögliche Täter, unbekannte Fahrzeuge in der Straße oder potenzielle Ausspäher.

Auch bei der Polizei habe sich die Einstellung zu solchen Hinweisen verändert. Während so mancher Anrufer früher eher als Denunziant gegolten habe, nehme man heute jeden Hinweis konsequent ernst, sagen die Verantwortlichen. „Kein Bürger soll unsere Arbeit machen.“ Da spiele es auch keine Rolle, dass ein Anruf die Kollegen zusätzlich binde und erst einmal mehr Arbeit verursache, erklärt Kurzawe. „Jeder Einbruch, den wir verhindert haben, macht auch weniger Arbeit.“

Bürger für Prävention sensibilisieren

Die Polizei hatte in den vergangenen Jahren mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen Präventionsprogramme aufgelegt und versucht, Bürger für das Thema zu sensibilisieren. Die Ermittlungskommission Casa brachte Einsatzkräfte auf die Straße. Schwerpunktkontrollen sollten für Abschreckung sorgen.

Tatsächlich gingen den Beamten aber auch Tatverdächtige ins Netz. Auch im restlichen Märkischen Kreis zeigt sich, dass die Mendener Zahlen kein Ausreißer sind. Dort ging die Fallzahl um gut ein Viertel zurück.

Professionelle Banden schlagen mehrfach zu

Was die Statistik beeinflusst: In vielen Fällen sind professionelle Banden am Werk, die mehrfach zuschlagen. Das führt zu einer Häufung von Fällen, aber auch zu einer besseren Aufklärungsquote, wenn eine Bande gestellt wird.

Nachdem die Polizei in den vergangenen Jahren für die steigenden Einbruchszahlen teils massive Schelte einstecken musste, zeigt sich Polizeidirektor Michael Kuchenbecker jetzt äußerst selbstbewusst: „Als Krimineller würde ich einen großen Bogen um den Märkischen Kreis machen.“ Kuchenbecker kündigt an, die Quote weiter senken zu wollen. „Da werden wir nicht locker lassen.“

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