Fall Hesse

Mendener Mord: Kripo sortiert zahlreiche Hinweise nach „XY“

Am Strommasten in den Schwitter Felder verbrannten am 27. Januar 1989 Marion Hesse und ihr Söhnchen Tim, wo zuvor bereits eine Motorradfahrerin ums Leben gekommen war. An diese Frau erinnert das Holzkreuz, das bis heute an dem Masten steht. Die Ermittler glauben nicht, dass die Hesse-Mörder diesen Ort zufällig auswählten.

Am Strommasten in den Schwitter Felder verbrannten am 27. Januar 1989 Marion Hesse und ihr Söhnchen Tim, wo zuvor bereits eine Motorradfahrerin ums Leben gekommen war. An diese Frau erinnert das Holzkreuz, das bis heute an dem Masten steht. Die Ermittler glauben nicht, dass die Hesse-Mörder diesen Ort zufällig auswählten.

Foto: Martina Dinslage

Menden.   Bis heute klingelt bei den Fahndern das Telefon, doch der ganz heiße Tipp ist weiterhin nicht dabei. Kripo bittet um Geduld

Bis heute gehen bei der Hagener Mordkommission Hinweise zum Mendener Fall Hesse ein. Unmittelbar nach der Aktenzeichen-XY-Sendung vom vergangenen Mittwochabend sei mit Anrufen man förmlich überschwemmt worden, hieß es gestern in Hagen. Inzwischen werde den aussichtsreichsten Spuren nachgegangen. Die Kripo bittet alle Hinweisgeber um Geduld.

Zwei Ermittler hätten die Hagener am Mittwochabend ans Hinweistelefon gesetzt, dann aber sehr schnell erkannt, dass das nicht ausreichen würde. Trotz Verstärkung kamen noch so viele Hinweise, dass die Leitstelle in ihrer Alltagsarbeit zwischenzeitlich regelrecht lahmgelegt worden sei, hieß es gestern in Hagen weiter.

Auch wenn es weiterhin Anrufe und E-Mails gebe, sei man inzwischen so weit, die zahlreichen Hinweise sortieren und nach Priorität abarbeiten zu können. „Die meisten Anrufer oder Schreiber bezogen sich auf den Geländewagen der Täter, der im Film kurz zu sehen war“, beschreibt einer der Fahnder.

Er bestätigte indes, was die Pressestelle des Hagener Präsidiums schon am Abend nach der XY-Sendung erklärt hatte: Die ganz heiße Spur haben die Mordermittler noch nicht – was auch bedeuten dürfte, dass sich offenbar noch niemand aus dem engen Umfeld der Mörder gemeldet hat, weil die Strafbarkeit einer Mitwisserschaft auch bei schweren Verbrechen wie diesem irgendwann verjährt ist. Auf einen solchen Insider-Tipp oder den Hinweis eines nahen Verwandten der womöglich schon verstorbenen Mörder setzten die Ermittler vor der Sendung ihre größte Hoffnung, um den 30 Jahre alten Fall doch noch klären zu können.

Am 27. Januar 1989 verbrannten die 35 Jahre alte Marion Hesse und ihr 2-jähriges Söhnchen Tim in ihrem VW Passat in den Schwitter Feldern. Das Auto wurde angezündet, von bisher unbekannten Tätern.

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