JUGEND CREATIV

Großartige Ideen kleiner Künstler

Die Jury Hagen/Märkischer Kreis tagte bei der Märkischen Bank in Menden. Die Einreichungen hatten ein gutes Niveau.

Die Jury Hagen/Märkischer Kreis tagte bei der Märkischen Bank in Menden. Die Einreichungen hatten ein gutes Niveau.

Foto: Jürgen Overkott

Menden.   „Jugend creativ“: Bei der 48. Ausgabe des Wettbewerbs der Volksbanken tagte die Jury. Die Ergebnisse verblüfften.

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So viele Ideen, so viele Formen, so viele Farben. Das Forum der Märkischen Bank an der Papenhausenstraße quillt förmlich über an diesem frühlingshaften Nachmittag. Auf einem langen Tisch liegt geballte Kreativität von Kindern und Jugendlichen – und auf dem Boden. Kleine Kunstwerke hin, Kunstwerke der Kleinen her: Die Lage der Malereien, Zeichnungen und Collagen sagt nichts über deren Qualität. Im Gegenteil: Was scheinbar unten liegt, kann am Ende oben auf sein.

Graue Eminenz

Ich bin in der Jury Novize unter Experten. Ob Mendens graue Kunst-Eminenz Wolf-Ulrich Rohe, einst Lehrer am Walram, oder Andrea Dörfers vom Hönne-Gymnasium: Mit schnellem Blick und sicherem Urteil unterscheiden sie Klasse von Masse, Kreativität von Konvention. Handwerkliche Perfektion kann am Ende durchfallen, wenn sie nicht mit frischen Ideen einhergeht.

Stunde der Juroren

Um frische Ideen geht es bei der inzwischen 48. Ausgabe des Internationalen Wettbewerbs „Jugend creativ“ der Volksbanken-Gruppe, zu der auch die Märkische Bank zählt. „Erfindungen verändern unser Leben“ hieß das schlichte Motto des Klassikers, der im vorigen Oktober startete.Bis Ende Februar durften Beiträge eingereicht werden. Dann schlug die Stunde der Juroren.

Gott sei Dank war’s nicht die Wahl der Qual, sondern, ganz im Gegenteil, die Qual der Wahl: Selbst in der Kategorien der allerkleinsten Grundschüler blitzten pfiffige Einfälle auf. Bei fortgeschritteneren Kunst-Talenten kommt auch zum Können oft auch Witz, bisweilen in Kalau beheimatet, oft jedoch mit satirischem Biss.

Austausch schärft den Blick

Austausch mit Mit-Juror(inn)en schadet nicht. Im Gegenteil: Reden hilft, schärft den Blick.

Mir gefallen am besten die Ideen, die mit möglichst wenig Text in Szene gesetzt werden. Das Bild sollte möglichst selbsterklärend sein, für sich sprechen. Und: Verdichtung schlägt Detailreichtum. Für mich war ein Bild dabei, ein Mix aus Zeichnung und Aquarell, dass auf ersten Blick sehr schlicht wirkte und auf zweiten sorgfältig durchkomponiert. Es war raffiniert einfach und einfach raffiniert.

Seriensieger Patrick Lemke

Ich notierte drei von drei möglichen Punkten. Bei der Auswertung ergab sich, dass ich mit meiner Meinung keineswegs allein dastand.

In Gesprächen ergab sich, dass der Wettbewerb immer wieder Seriensieger hervorbringt. Mindestens einer von ihnen hat auch seinem Hobby einen Beruf gemacht: Ex-Walram-Schüler Patrick Lemke. Wolf-Ulrich Rohe spricht voller Bewunderung von seinem ehemaligen Schüler. Die Diskussion in Fröndenberg um Lemkes Rathaus-Gemälde findet er kleinkariert. Ich kann ihn verstehen.

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