Waldschule

Zu Gast in der Waldschule: Natur mit allen Sinnen erfahren

Dr. Heinrich Bottermann (Mi.) lässt sich das Schulgelände der Waldschule zeigen. Mit dabei: Thorsten Schick (3.v.li.), Axel Dohmen (2.v.re.), Jörn Hevendehl (re.), und Bettina Gräfin von Baudissin.

Dr. Heinrich Bottermann (Mi.) lässt sich das Schulgelände der Waldschule zeigen. Mit dabei: Thorsten Schick (3.v.li.), Axel Dohmen (2.v.re.), Jörn Hevendehl (re.), und Bettina Gräfin von Baudissin.

Foto: Alexander Barth / IKZ

Letmathe.  Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann und Landtagsabgeordneter Thorsten Schick haben sich in Letmathe ein Bild von der Waldschule gemacht.

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Hoher Besuch in der Waldschule: Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann aus dem NRW-Umweltministerium und Landtagsabgeordneter Thorsten Schick (CDU) haben sich an der Aucheler Straße ein Bild davon gemacht, wie in Letmathe nicht nur der Nachwuchs an die Natur herangeführt wird. Mit dabei waren unter anderem Schulleiter Axel Dohmen, Regionalforstamtsleiter Jörn Hevendehl und Fördervereins-Vorsitzende Bettina Gräfin von Baudissin. Bottermann lobte die „Facetten vielfältiger Aktivitäten“, mit denen der Wald als natürliche Umwelt erfahrbar gemacht werde: „Es ist etwas anderes, etwas darüber zu lesen oder den Wald mit allen Sinnen zu erleben.“

Wertschätzung für den Naturraum Wald gewachsen

Das Land unterstützt die Waldschule mit einer jährlichen Förderung. Bottermann sagte zu, dass die Einrichtung weiter auf diese Hilfe vertrauen könne. Dass die vorhandenen Förderprogramme aufgestockt werden, darauf solle man vorerst nicht bauen. „Erst einmal müssen wir sicherstellen, dass wir das jetzige Niveau durchhalten können, auch, wenn sich die wirtschaftliche Lage verschlechtert“, kommentierte der Staatssekretär.

Prinzipiell müsse gerade jetzt, in Zeiten von Klimawandel und Baumsterben, den heimischen Wäldern als CO2-Speicher besondere Wertschätzung zukommen. Die gewaltige Aufgabe der Wiederaufforstung müsse auf möglichst breite Füße gestellt werden – Bottermann machte keinen Hehl daraus, dass das Land in Zukunft stärker auf private Initiativen angewiesen sein werde. Das Engagement des Landes dürfe man dabei nicht kleinreden, denn das seien immerhin 100 Millionen Euro für die nächsten zehn Jahre. Die Bürger müssten aber auch ihren Lebensstil anpassen und weniger CO2 produzieren.

Staatssekretär Bottermann lobt Waldschule und private Waldbesitzer

„Die Menschen merken, dass der Wald keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Dass 30 bis 40.000 Hektar in NRW schon abgestorben sind, ist ein Drama, das viele umdenken lässt.“ Lob hatte Bottermann nicht nur für die Waldschule, sondern auch die privaten Waldbesitzer übrig, die er als sehr engagiert bezeichnete. Träger der Waldschule ist der Förderverein „Lernort Natur“, eine Initiative der Kreisjägerschaft, des Waldbauernverbandes und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Nach eigenen Angaben haben bislang mehr als 100.000 Personen die Institution in Anspruch genommen. In erster Linie vermittelt die Waldschule Wissen zu Themen der Umwelt und der Nachhaltigkeit an Kinder und Jugendliche.

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