Kultur

„Ural Kosaken“ erweisen sich als Glücksgriff

Der MGV Sängerbund kann mit Recht stolz auf dieses Konzert sein und es bleibt zu hoffen, dass die Ural- Kosaken den Weg bald wieder in die Kiliansdom finden.

Der MGV Sängerbund kann mit Recht stolz auf dieses Konzert sein und es bleibt zu hoffen, dass die Ural- Kosaken den Weg bald wieder in die Kiliansdom finden.

Foto: Max Winkler

Letmathe.  Jubelrufe und Standing Ovations beim Konzert des Sängerbundes in der ausverkauften Kilianskirche

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Jubelrufe und Standing Ovations in der ausverkauften Kilianskirche standen am Ende eines großartigen Konzertes, zu welchem der MGV Sängerbund 1869 Letmathe anlässlich seines 150-jährigen Bestehens geladen hatte.

Mit der Verpflichtung der „Ural Kosaken“ hatte man einen absoluten Glücksgriff getan und es zeigte sich, welche unglaubliche Popularität die russischen Gesänge immer noch besitzen.

„Hausherr“ Heinrich Mainka eröffnete mit einem festlichen Orgelstück den Abend. Anschließend sang der Letmather Männerchor, verstärkt inzwischen durch den MGV Oestrich, unter der Leitung von Alma Dauwalter drei dynamisch fein abgestufte und kultiviert vorgetragene Stücke.

Unvergessener Ivan Rebroff steht im Zentrum

Im Folgenden übernahmen die Ural Kosaken das Zepter und eroberten im Sturm die Herzen der Zuhörer. Alte Weisen aus dem 14. Jahrhundert präsentierten sie ebenso souverän wie volkstümliche und sakrale Kompositionen.

Im zweiten Teil geriet der unvergessene Ivan Rebroff mit seinen bekannten Liedern immer mehr ins Zentrum und mit den „Wolgaschleppern“ und den „Abendglocken“ näherte sich der Abend langsam aber stetig seinem Höhepunkt.

Der russische Männerchor beeindruckte mit seinem unnachahmlichen Gesang, der die typische Mischung aus Kultiviertheit, aber auch großer Kraft und dem unverwechselbar mächtigen, urwüchsigen Timbre hatte. Zwischendurch bereicherten sie unter anderem mit Balalaika und Akkordeon die Gesänge, so dass man atmosphärisch noch stärker in die Taiga versetzt wurde.

Nach Rebroffs wohl berühmtesten Lied „Steht ein Soldat am Wolgastrand“ vereinten sich beide Chöre noch einmal und sangen den Evergreen „Ich bete an die Macht der Liebe“, was im Publikum ebenso viel Rührung wie Bewunderung auslöste.

Der MGV Sängerbund kann mit Recht stolz auf dieses Konzert sein und es bleibt zu hoffen, dass die Ural- Kosaken den Weg bald wieder in die Kiliansdom finden.

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