Stadtentwicklung

Pflege-Wohngemeinschaft geplant

An Pater und Nonne sollen in dem früheren Steakhaus „Zur Lenne“ nach dem Umbau ab 2021 Wohngemeinschaften für Pflegebedürftige einziehen.

An Pater und Nonne sollen in dem früheren Steakhaus „Zur Lenne“ nach dem Umbau ab 2021 Wohngemeinschaften für Pflegebedürftige einziehen.

Foto: Alexander Barth

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Letmathe. Der dreigeschossige Bau An Pater und Nonne 28, direkt an der Einmündung Brinkhofstraße, ist verkauft. Investor ist der Unternehmer Philipp Holas aus Hagen, dort bekannter als Geschäftsführer der Intensivpflege-GmbH Holas. Seit vergangenem Mai ist er als einer von drei Geschäftsführern der neu eingetragenen Immobiliengesellschaft „AdHop“ tätig. 2021 will er in der ehemaligen Gastwirtschaft in Letmathe Wohngemeinschaften für Pflegebedürftige anbieten.

Die letzte Gastronomin, die hier ihr Glück versucht hat, war die Pächterin des Steakhauses „Zur Lenne“, das Dosko Vojkovic im Juli 2010 eröffnet hatte. Bereits im September 2012 stand das Aus des Betriebs fest – mangelnde Nachfrage sei jedoch nicht der Grund, hieß es damals. Das Steakhaus, dessen Schilder noch immer an der inzwischen heruntergekommenen Fassade prangen, hatte eine schwierige Nachfolge angetreten. Der ehemals florierende „Gasthof Riedel“ geriet immer weiter unter Druck, den diverse Führungs- und Namenwechsel („Letmather Hof“, „Restaurant Estia“, „Blaue Gans“) letztlich nicht auflösen konnte – 2008 schloss die „Blaue Gans“ ihre Türen.

Baulich soll sich hier einiges verändern, umreißt Philipp Holas die Pläne: „In einem ersten Schritt werden wir die Gaststätte im Erdgeschoss umbauen, die Genehmigung dazu werden wir demnächst bei der Stadt einholen.“ Als nächstes sollen die Pensionszimmer in den oberen Etagen saniert und angepasst werden. Als dritten Schritt fasst die GmbH einen Neubau auf dem benachbarten Parkplatz ins Auge.

Attraktive Lage direkt an der Lenne

Es werde das erste „AdHop“-Projekt im Märkischen Kreis. „Ich stamme aus Hohenlimburg, da ist Letmathe gedanklich nicht weit weg“, begründet der Unternehmer die Expansion. Der Bedarf in Letmathe sei gegeben und die Lage direkt an der Lenne überaus attraktiv. Tatsächlich liebäugelt Philipp Holas bereits mit der benachbarten Immobilie An Pater und Nonne 20. Die Inhaber der Pension „Zum Kamin“ suchen ebenfalls einen Käufer – nicht, weil der Betrieb schlecht laufe, sondern mit Blick auf den Ruhestand, heißt es von dort – und die beiden Seiten haben bereits Gespräche miteinander aufgenommen.

Ein Schnellschuss soll es nicht werden, die „Kamin“-Betreiber haben es mit dem Verkauf nicht eilig. Dafür ist hier mit umfänglicheren Maßnahmen zu rechnen: „Innerhalb von fünf bis sechs Jahren ist da ein Abriss und Neubau denkbar“, so der Kaufinteressent. Auch hier möchte Philipp Holas altersgerechtes Wohnen bzw. „Servicewohnen“ vermarkten, im Erdgeschoss „vielleicht auch kleinere Gewerbeeinheiten“. Der Geschäftsführer hegt keinen Zweifel, dass Letmathe für seine Branche goldenen Boden hat: „Die Entwicklung in Letmathe macht es für uns einfacher, geeignete Objekte zu finden und zu halten.“

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