Glaube

Neue Wege für frommen Nachwuchs

Gedruckte Briefe verschicken war gestern: Um die Jugendlichen noch zu erreichen, wirbt das Team vom Pastoralverbund mit Plakaten und Postkarten für die Firmung.

Gedruckte Briefe verschicken war gestern: Um die Jugendlichen noch zu erreichen, wirbt das Team vom Pastoralverbund mit Plakaten und Postkarten für die Firmung.

Foto: Privat / IKZ

Letmathe.  Der Pastoralverbund Letmathe ergreift Maßnahmen, um Firmkandidaten besser zu erreichen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Nach der Taufe und der Kommunion ist in der katholischen Kirche die Firmung das dritte Sakrament, das die Christen entgegen nehmen. Mit der Firmung soll der Glaube der Jugendlichen gestärkt werden. Um die Jugendlichen zu erreichen, geht der Pastoralverbund Letmathe neue Wege. „Wir verschicken keine Briefe mehr, da die Gefahr besteht, dass wir dadurch nur einen eingegrenzten Personenkreis erreichen“, erklärt Gemeindereferentin Aleksandra Reichert.

Aus diesem Grund haben die Firmkatechetinnen und Firmkatecheten des Pastoralverbunds eine Plakat- und Postkartenaktion gestartet, um Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9 zur Firmvorbereitung einzuladen. „Es gibt auch Jugendliche, die sich aus unterschiedlichen Gründen erst später für die Firmung entscheiden. Durch die Plakate und Postkarten möchten wir auch jene erreichen, die unabhängig von einer Klassenstufe interessiert sind“, so Reichert.

Zudem hat der Pastoralverbund im Sommer einen Antrag beim Erzbistum gestellt, um die Firmung jährlich statt nur alle zwei Jahre feiern zu können. Da sich die Gemeinden in Letmathe zu einem Verbund zusammengeschlossen haben, sind auch die Firmungsjahrgänge größer geworden. „Wir wollen dadurch häufiger die Möglichkeit geben, sich firmen zu lassen. Es macht einen deutlichen Unterschied, ob wir 160 Firmlinge haben oder 80.“

Die verstärkten Kirchenaustritte und die Missbrauchsskandale in der Katholischen Kirche hätten sich in den letzten Jahren kaum auf die Firmung ausgewirkt, die Zahlen seien soweit konstant geblieben. „Auch wenn die katholische Kirche derzeit mit ihrer Glaubwürdigkeit zu kämpfen hat, sind die Jugendlichen sehr offen und positiv eingestellt, wenn sie sich für die Firmung entscheiden“, so Reichert. Zudem hätten die Jugendlichen nach ihrer Kommunion oftmals jahrelang keinen Bezug mehr zur Kirche, so dass sie unvoreingenommen den Kontakt zur Gemeinde aufnehmen würden.

Auch der Kontakt zu anderen Gemeindemitgliedern sowie das Kennenlernen des Gemeindelebens soll durch die Firmvorbereitung vertieft werden. So stehen für die Firmlinge neben dem verpflichtenden zweimonatigen Grundkurs „Anfeuern“ im Januar und Februar auch Projekte zu den „Formen des christlichen Lebens“ zur Auswahl, zum Beispiel Mitarbeit bei der CariTasche, ein Wochenende auf der Fazenda da Esperanza in Sundern-Hellefeld oder ein Besuch bei Abt Aloysius in der Benediktiner-Abtei in Meschede, der das Sakrament der Firmung in Letmathe spenden wird.

Musikalisches Interesse ist stets besonders nachgefragt

Zudem können musikalische Jugendliche im Chor „face to face“ ihr Talent mit einbringen oder in der Band mitspielen und dadurch die Gottesdienste mitgestalten.

Im November können sich Interessierte an einem von insgesamt drei Terminen über die Firmung informieren (siehe Infobox). Darüber hinaus steht die Gemeindereferentin als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben