Vandalismus

Lennepromenade Letmathe – Kunstwerkschutz vertagt

Kinder und Jugendliche haben die Rahmen an der Promenade mit Bildern bestückt, die für Toleranz und Vielfalt werben. Das mögen selbst manche Vandalen respektieren, offenbar aber nicht alle.

Kinder und Jugendliche haben die Rahmen an der Promenade mit Bildern bestückt, die für Toleranz und Vielfalt werben. Das mögen selbst manche Vandalen respektieren, offenbar aber nicht alle.

Foto: Alexander Barth / IKZ

Letmathe.  Die Linksfraktion wünscht sich ein Freiluft-Atelier an der Lennepromenade. Die Suche nach Lösungen ist vorerst vertagt.

Wie lässt sich Kunst im öffentlichen Raum vor Vandalismus schützen? Diese Frage stand am Mittwochabend auf der Tagesordnung des Kulturausschusses, konkret ging es um die Lennepromenade. Aktuell wirkt der Uferbereich zu beiden Seiten der Fußgängerbrücke zum Bahnhof einladend: Kinder und Jugendliche haben die Bilderrahmen Anfang August mit Bildern gefüllt, die nicht nur bunt sind, sondern auch ein Plädoyer für eine pluralistische Gesellschaft.

Schmierereien auf den Rahmen und den Bänken, die bei Bürgern für Verstimmung gesorgt hatten, ließ die Stadt beseitigen. Saubere Orte werden oft weitgehend in Ruhe gelassen, die erste Attacke mit der Sprühflasche zieht jedoch weitere Schmierfinken an – das gilt in vielen Kommunen als Erfahrungswert. Trotzdem haben sich kurz nach dem Anbringen der neuen Bilder schon wieder Vandalen an der Promenade betätigt, ein Teil der Werke wurde in Mitleidenschaft gezogen und kurz darauf entfernt.

Der Schaden hält sich in Grenzen, trotzdem ist der Wunsch nach Wehrhaftigkeit groß. Die Webcams mit Überwachungskameras zu ersetzen, dürfte angesichts rechtlicher Hürden ein Wunsch bleiben – den ohnehin nicht jeder hegt. Stattdessen sollte am Mittwoch auf Antrag der Fraktion Die Linke darüber beraten werden, die Bilder zum Beispiel mit demontierbaren Plexiglasscheiben zu schützen. Damit könnte die Promenade, so die Vision, ein „Freiluft-Atelier“ werden und regelmäßig Werke heimischer Künstler zeigen. Das Thema wurde jedoch vertagt, stattdessen soll sich der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung damit befassen.

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