Konzert

Ein besonderes Mutmacher-Konzert

Mit Stücken wie „Die Welt erstrahlt in neuem Licht“ machte der Kolpingchor Letmathe in der Kapelle des Marienhospitals Mut und setzt ein Zeichen für Versöhnung, Menschlichkeit und Hoffnung.

Mit Stücken wie „Die Welt erstrahlt in neuem Licht“ machte der Kolpingchor Letmathe in der Kapelle des Marienhospitals Mut und setzt ein Zeichen für Versöhnung, Menschlichkeit und Hoffnung.

Foto: Michael May / IKZ

Letmathe.  Der Kolpingchor Letmathe gibt sein traditionelles Adventskonzert im Marienhospital und macht den Gästen mit der verbindenden Kraft der Musik Mut.

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„Wir singen trotzdem!“ – obwohl die Fenster des Marienhospitals mit Brettern vernagelt sind, obwohl keine Patienten in ihren Betten mehr zuhören, obwohl die Wunden und Enttäuschungen der letzten Monate tief sind. Der Kolpingchor Letmathe setzte mit seinem Konzert zur Adventszeit in der Krankenhaus-Kapelle ein musikalisches Statement: Es war ein Zeichen für Versöhnung und Menschlichkeit, für den Schutz liebgewonnener Traditionen, für die Hoffnung, dass die Zukunft nur besser werden kann und die verbindende Kraft der Musik. Das zeigte sich schon im ersten Stück. Darin hieß es: „Wir schenken Euch ein Lied, das ist ein Klang, der Brücken bauen kann. Ein Lied, das auch besteht, wenn die Erde bebt.“

Eine Botschaft, die auf viele offene Ohren stieß: Die Kapelle war bis auf den letzten Platz gefüllt, einige Besucher mussten sogar stehen – eine Abstimmung mit den Füßen. Tenor: Wir haben unsere Kapelle nicht vergessen.

Die Zuschauer erlebten ein buntes Konzert, das neben dem Kolpingchor auch von den jungen Instrumentalisten Luna und Malina Plum, Sirke und Regina Dorn sowie Katrin Amuth gestaltet wurde. Sie spielten bekannte Weihnachtslieder wie „Süßer die Glocken nie klingen“ oder „Macht hoch die Tür“ und gaben so den Zuhörern die Gelegenheit zum Mitsummen und Mitsingen – ein schöner Einfall, denn so wurde es ein echtes Mitmach-Konzert.

Der Eintritt zum Konzert war traditionell frei, die Spenden gehen auch in diesem Jahr an das Hospiz Mutter Teresa. „Die Menschen sind dort nicht zum Sterben, sie sind dort zum Leben. Wir wollen sie so unterstützen“, betonte Diakon Peter Trotier in seiner Begrüßung. Der Chor begann sein Konzert mit langsamen Weisen und sang von den „Weihnachtsglocken zur Weihnachtszeit“ und bat „Schenke uns Deinen Frieden“. Dirigent Heinrich Mainka führte seine Sänger einfühlsam und voller Empathie – man spürte das große Vertrauen und die Wertschätzung zwischen Sängern und Chorleiter. Danach zeigte Norbert Kauer, der „Pavarotti von Letmathe“ mit Hanne Hallers „Vater unser“ sein Können. Markus Plum,
1. Vorsitzender des Kolpingchores, sorgte zwischen den Stücken mit seiner charmanten Moderation für eine lockere Stimmung.

Mit der romantischen „Hymne an die Nacht“ präsentierten die Herren ihren Zuhörern eines ihrer Lieblingslieder, das Stück „Die Welt erstrahlt in neuem Licht“ zeigte sich als echtes Mutmacher-Lied. Darin hieß es: „Glaub an den neuen Tag und glaub fest an dich und die Welt erstrahlt in neuem Licht!“

Horst Erkelenz für 40 Jahre Sängerschaft geehrt

Über eine besondere Ehrung konnte sich Chorsänger Horst Erkelenz freuen: Sieglinde Kuhlmann, 2. Vorsitzende des Kreis-Chorverbandes Iserlohn, überreichte ihm die Ehrenurkunde für 40 Jahre aktive Sängerschaft im Kolpingchor Letmathe. Mit dem Lied „Die Glocken von Isola Bella“ entführte Solist Norbert Kauer die Zuhörer an den Lago Maggiore, danach ging es mit dem „Ave Maria der Berge“ in eine gemütliche Berghütte in den verschneiten Alpen. Auch das war ein Paradestück des Chores, das von den Besuchern hochgeschätzt wurde. Mit den „Irischen Segenswünschen“ und der Bitte „Bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand“ klang das Konzert aus – ein schönes Ende für eine musikalische Begegnung an einem besonderen Ort. Und im nächsten Jahr? „Die Zeit wird es zeigen, wo wir dann auftreten werden“, sagte Markus Plum, „aber wir werden bestimmt eine Möglichkeit finden.“

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