Verkehrsplanung

Auf weitere Kreisverkehre kann Dröschede noch lange warten

Über den Hellweg rollt eine Menge auch gewerblichen Verkehrs durch Dröschede. Zu viel und vor allem zu später Stunde oft zu schnell, klagen Anwohner und wünschen sich noch immer Kreisverkehre.

Über den Hellweg rollt eine Menge auch gewerblichen Verkehrs durch Dröschede. Zu viel und vor allem zu später Stunde oft zu schnell, klagen Anwohner und wünschen sich noch immer Kreisverkehre.

Foto: Michael May / IKZ

Dröschede.  Der Förderverein Dröschede klagt über Raser und Lastverkehr. Ein Ortstermin mit SPD-Vertretern macht wenig Hoffnung auf eine schnelle Lösung.

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Auf dem Hellweg wird zu viel gerast. Diese Ansicht hat der Förderverein Dröschede bei einem Ortstermin mit der Verkehrsgruppe der SPD-Ratsfraktion und Rolf Kaiser, dem Vorsitzenden des Verkehrsausschusses, an der Kreuzung zur Kampstraße und Zum Hütten in aller Deutlichkeit vertreten. Vorwiegend in den Abendstunden schwinde bei manchen Fahrern jede Hemmung. „Manche rasen hier mit achtzig, neunzig Sachen und quietschenden Reifen in die Kurve, wenn die von Weitem sehen, dass die Ampel grün ist“, berichtet Dorfsprecherin Monika Stockmann. Hannelore Fleischer spricht von „Rennen“, die auf der Straße gefahren würden. Kai-Uwe Herget ergänzt: „Nachts ist es besonders schlimm.“

Auf feste Tage oder bestimmte Uhrzeiten können die Dröscheder ihre Beobachtungen nicht eingrenzen, aber eins wird deutlich: Es nervt. Auch über die Sicherheit von Fußgängern machen sie sich Sorgen und der Lastverkehr ist manchen auch zu viel – am liebsten hätten sie, dass die Stadt hier zwei Kreisverkehre installiert. Das Anliegen der Verkehrsberuhigung ist nicht neu, im Gegenteil: Seit Jahren kämpfen die Dröscheder dafür, dass sich etwas ändert. Groß ist der Frust darüber, dass die Kreisverkehrlösung in der Vergangenheit keine politische Mehrheit gefunden hat, obwohl die Dröscheder „zu 90 Prozent“, so Monika Stockmann, dahinter stünden.

Rolf Kaiser wollte am Montag keine großen Hoffnungen wecken. „Es gibt eine Prioritätenliste für Kreisverkehre, da stehen schon zwanzig drauf.“ Man könne den Antrag nochmal stellen, aber in den nächsten Jahren dürfe man nicht mit einer Umsetzung rechnen. Realistischer sei da schon eine Begrenzung der Geschwindigkeit – durchgehendes Tempo 50 auf der Hauptverkehrsader würde helfen, glauben die Dorfvertreter. Innerorts dürfe die Kommune, anders als früher, tatsächlich das Tempolimit festlegen, erklärte Kaiser.

Drempel kein Allheilmittelgegen zu schnelles Fahren

Weitergehende Lösungen wie Drempel hingegen seien nicht zu erwarten: „Wir bauen die teilweise wieder zurück, seit es Beschwerden von Krankenwagenfahrern gibt“, so die Auskunft. Generell könne man den Verkehr auf dem Hellweg als Versorgungsroute der Gewerbegebiete nicht zu sehr einschränken. Auch der Idee, als Maßnahme gegen Raser die Ampeln oben an den Masten zu entfernen, erteilte Rolf Kaiser einer Absage, darauf seien Lkw-Fahrer angewiesen. Die SPD will sich mit dem Problem aber noch einmal befassen. Der Verkehrsausschuss tagt wieder am Dienstag, 12. November.

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