Westend-Festival

Westend-Festival: Christian Höffer füllt Attendorner Halle

Den Sprung aus der Bütt auf die kleine Bühne der Attendorner Stadthalle wagt „Der twerse Lümmel“ Christian Höffer und sorgt mit seinem abendfüllenden Programm für ein ausverkauftes Haus.

Den Sprung aus der Bütt auf die kleine Bühne der Attendorner Stadthalle wagt „Der twerse Lümmel“ Christian Höffer und sorgt mit seinem abendfüllenden Programm für ein ausverkauftes Haus.

Foto: martin droste / WP

Attendorn.  Christian Höffer ist als „twerse Lümmel“ bekannt. Beim Westend-Festival in der Stadthalle in Attendorn lockte er etliche Zuschauer an.

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Der „twerse Lümmel“ scheint erwachsen geworden zu sein. Am Sonntagabend wagte der Attendorner Karnevalist Christian Höffer – wie sein Vater Wolfgang nur „Hömpfe“ genannt – den Sprung von der Bütt auf die nicht ganz so große Bühne im hinteren Drittel der Stadthalle, vom Helferteam liebevoll „Westend“ getauft.

Mit seinem ersten Stand-up-Programm „Lümmel live – Playback macht ja auch keinen Sinn“ sorgte Höffer, auch als schlagfertiger Moderator beim Attendorner Vogel- und Scheibenschießen bekannt, für die erste und einzige ausverkaufte Veranstaltung beim „Westend-Festival“. Acht Events innerhalb weniger Tage mit einem breitgefächerten Programm, das von Comedy über Rock und Klassik bis hin zur Lesung reichte: Das war wohl auch in Attendorn, wo es seit Jahren ein reges und vielfältiges kulturelles Leben gibt, zu viel.

Ein treues Publikum

Drei Veranstaltungen mussten denn auch wegen mangelndem Interesse abgesagt werden (wir berichteten). Die Zwischenbilanz von Frank Burghaus, zuständiger Amtsleiter der Stadt Attendorn, fiel trotz des gelungenen und ausverkauften „Lümmel-Auftritts“ am Sonntagabend gemischt aus. Der Auftakt mit Jaqueline Feldmann und ihrem zweiten Solo-Programm „Plötzlich Zukunft! Konnt‘ ja keiner wissen…“ vor rund 200 Zuhörern war erfolgreich. „Staubkind“, das Pop-Rock-Projekt des Sängers und Gitarristen Louis Manke aus Berlin, hätte ein größeres Publikum verdient gehabt, begeisterte aber nicht nur Frank Burghaus. „Das war ein sensationelles Konzert.“

Und deshalb hofft der Mann aus dem Rathaus, diese „tolle Band“ noch einmal in der Stadthalle sehen zu können. Dann vielleicht auf der großen Bühne. Bei der Rocknacht von Studio A wurde es spät. Rund 200 Fans feierten die Auftritte von Bronkobeat, Extremely Normal, Rustics und The Gap. Das eingespielte Studio A-Team kann sich auf sein treues Publikum verlassen. „Da ging richtig die Post ab“, berichtete Michael Gatsch, der diesmal nicht als DJ unterwegs war, aber auch am Sonntagabend bei Christian Höffers Premierenauftritt alles mit der Kamera festhielt.

Wiederholung möglich

Eine Wiederholung des Westend-Festivals schließt Frank Burghaus nicht aus, dann aber wohl in abgespeckter Form. Erst einmal will er die „Manöverkritik“ abwarten.

Christian Höffer, der „Lümmel“ von der ersten Bank, sah bei seinem Premieren-Heimspiel in viele bekannte Attendorner Gesichter, darunter zahlreiche neugierige Karnevalisten und Schützen. Seine aus der Bütt bekannte Propellermütze hatte der Attendorner Neu-Comedian mitgebracht. Und wer bei den Auftritten des für seine bissigen Kommentare bekannten „twersen Lümmels“ in der ersten Reihe sitzt, ist ohnehin selber schuld. Auch diesmal beschäftigte sich der junge Familienvater schwerpunktmäßig mit dem schwierigen Verhältnis zwischen Mann und Frau.

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