Brandschutz

Wendener Feuerwehr rückt 2018 zu 57 Einsätzen aus

Thomas Schwarz, Einheitsführer der Feuerwehr Wenden (links), sein Stellvertreter Kevin Frohnenberg (vierter von rechts) und Joachim Huckestein, stellvertretender Leiter der Wendener Feuerwehr (dritter von rechts) mit den Lehrgangsteilnehmern und den beförderterten Feuerwehrmännern.

Thomas Schwarz, Einheitsführer der Feuerwehr Wenden (links), sein Stellvertreter Kevin Frohnenberg (vierter von rechts) und Joachim Huckestein, stellvertretender Leiter der Wendener Feuerwehr (dritter von rechts) mit den Lehrgangsteilnehmern und den beförderterten Feuerwehrmännern.

Foto: Nicole Voss

Wenden.   Erinnerungen an toten Schüler in Wenden kommen auf. Bürgermeister Bernd Clemens lobt Engagement mit zahlreichen ehrenamtlichen Stunden.

Die Feuerwehr Wenden wurde im vergangenen Jahr zu 57 Einsätzen alarmiert. Dabei leisteten die Blauröcke getreu ihrem Vorsatz „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ insgesamt rund 815 ehrenamtliche Stunden im Dienst der Allgemeinheit. Das ist eine Steigerung von elf Einsätzen im Vergleich zum Vorjahr und eine Zunahme der freiwilligen Stunden um 288. Woran das liegt, konnte Thomas Schwarz, Einheitsführer der Feuerwehr Wenden, am Samstag bei der Jahresdienstbesprechung im Feuerwehrhaus begründen.

Ein belastender Einsatz

„Im Frühjahr ereilte uns das Sturmtief Friederike, bei dem 20 Kameraden jeweils sieben Stunden und 49 Minuten ableisteten, ein Dachstuhlbrand, bei dem 27 Personen vier Stunden und 38 Minuten im Einsatz waren und eine Personensuche, die mit 180 Stunden einher ging“, so Schwarz. Bei 20 Übungsdiensten erwarben die Blauröcke neue Erfahrungen, die bei den Einsätzen eingebracht werden können. „Alexander Schrage fehlte nur zwei Mal. Kevin Frohnenberg fehlte drei Mal. Julian Lück und ich waren bei 80 Prozent der Dienste anwesend. Hier muss man einen traurigen und erheblichen Rückgang der Übungsbeteiligung verzeichnen“, monierte Thomas Schwarz. Das war auch der einzige Kritikpunkt. An den Lehrgängen, Fortbildungen und Übungen nahmen die Feuerwehrfrauen und Männer zahlreich teil. Einen Überraschungsdienst der besonderen Art bescherte Dietmar Häner seinen Kameraden mit dem Besuch der Rettungshundestaffel Südwestfalen.

Mit versierten Hundeführern, lernten die Wehrmänner, nach theoretischer Einführung wie eine Vermisstensuche mit Menschenkette funktioniert und wie sich mit einem Vierbeiner vermisste Personen aufspüren lassen. „Man sollte nicht glauben wie wichtig dieser Übungsabend für uns war, um einen Realeinsatz erfolgreich abzuarbeiten“, bilanzierte Thomas Schwarz. Als belastenden Einsatz nannte der Einheitsführer die Suche nach dem vermissten Schüler, der nur noch tot geborgen werden konnte. „Ein sehr trauriger Einsatz, bei dem sich gezeigt hat, dass man durch Übungen so schwierige Einsätze bewältigen kann“, so Thomas Schwarz. „Es zeigte sich aber auch, dass die einzelnen Hilfsorganisationen sich untereinander kennen und wissen was man im Einsatz leisten kann und muss.“

Bürgermeister Bernd Clemens hob hervor, dass die Teilnahme an einer Jahresdienstbesprechung etwas Besonderes sei, da man hautnah mitbekäme was die Feuerwehrwehr leiste. „Die Feuerwehr macht kein großes Aufheben um ihre Einsätze und ihr Engagement. Vieles geschieht im Verborgenen. Die Feuerwehr ist bescheiden. Was die Bürger mitbekommen ist nur die Spitze des Eisberges. Die Feuerwehr ist für unser Zusammenleben unverzichtbar“, so Bernd Clemens, der auf die Erweiterung des Feuerwehrhauses im Zuge der schwarz/weiß-Trennung einging. Die Baumaßnahmen sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sei. Die Kosten in Höhe von etwa 825.000 Euro seien im Haushalt eingestellt. Sibille Niklas, SPD-Ratsmitglied, dankte für die wunderbare Arbeit der Feuerwehr Wenden.

Einige Beförderungen

Übernahmen und Beförderungen: Aufnahmen in den Wendener Löschzug: Anton Fuchs, Nico Funken (Unterbrandmeister), Feuerwehrfrau/Feuerwehrmann: Chiara Kriening, Damian Zeppenfeld, Oberfeuerwehrmann: Peter Kriening, Florian Stach, Hauptfeuerwehrmann: Benjamin Butzkamm, Unterbrandmeister: Julian Lück, Marco Wurm, Brandmeister: Stefan Linke, Brandinspektor: Peter Arenz.

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