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Video: Hubschrauber fliegt unter Olper Talbrücke hindurch

Hubschrauber unterfliegt Talbrücke

Spektakuläre Bilder: Hubschrauber unterfliegt am Mittwochvormittag die Sonderner Talbrücke bei Olpe.

Spektakuläre Bilder: Hubschrauber unterfliegt am Mittwochvormittag die Sonderner Talbrücke bei Olpe.

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Sondern.   Ein unbekannter Hubschrauber-Pilot hat ein waghalsiges Flugmanöver unter einer Olper Talbrücke hingelegt. Unklar ist, ob der Flug genehmigt war.

Die Bilder sind spektakulär: Der Hubschrauber fliegt am Mittwoch gegen 11 Uhr langsam aus Richtung Sondern an, verringert seine Flughöhe, bis er vielleicht noch 20 Meter über dem Biggesee schwebt.

Er nimmt die Geschwindigkeit zurück und geht noch weiter runter, bis er deutlich weniger als fünf Meter über der Wasseroberfläche schwebt.

Pilot unterfliegt Talbrücke in Olpe

Die Rotorblätter wirbeln Wassernebel auf, den der Helikopter zehn Meter hoch vor sich her schiebt. Besonders gut kann die Sicht des Piloten nicht sein.

Sein Ziel ist offensichtlich: Genau im mittleren Brückensegment unterfliegt der Pilot die Sonderner Talbrücke. Der Versuch gelingt: Auf der anderen Seite gewinnt der Hubschrauber wieder Höhe und nimmt Fahrt auf.

Hubschrauber wiederholt irres Manöver

Unbeobachtet bleibt der Flug nicht. An diesem heißen Ferientag sind Schwimmer, Segler und Sonnenhungrige zuhauf an der Bigge unterwegs.

Sie staunen und der Pilot gibt eine Zugabe: „Ich habe gedacht, was macht der denn da?“, erinnert sich Peer Pramann aus Attendorn, der die Szene an Bord seines Bootes verfolgt. „Der ist dann in Richtung Yachtclub Lister geflogen, hat gedreht, ist zurückgekommen und ein zweites Mal unter der Brücke her geflogen.“

Was steckt hinter dem Flug?

Was war das? Ein Pilot mit extremer Risikobereitschaft oder ein Profi mit speziellem Auftrag?

Grundsätzlich gilt: Das, was Peer Pramann sowie die anderen Segler und Schwimmer beobachten konnten, ist strengstens verboten. Das sagt Andreas Winnemöller, Pressesprecher der Bezirksregierung Münster, die als Landesluftfahrtbehörde auch für den Regierungsbezirk Arnsberg zuständig ist und die Luftaufsicht hat. „Das Unterfliegen von Bauwerken“, so Winnemöller, „ist grundsätzlich untersagt.“

Aber: Ausnahmegenehmigungen sind denkbar, zum Beispiel für Filmaufnahmen. Ob so eine vorgelegen hat, konnte Winnemöller am Donnerstagvormittag nicht sagen, weil die beiden Beamten, die Ausnahmegenehmigungen erteilen, erst Montag wieder im Büro sind: „Das heißt, wir können es nicht mit abschließender Sicherheit sagen, aber unsere Vermutung geht stark in Richtung nicht genehmigt.“

Katastrophe wäre möglich gewesen

Peer Pramann könnte sich auch kaum vorstellen, dass ein solcher Stunt zu dieser Stunde ohne Absperrungen genehmigt worden wäre: „Wenn der mit den Rotorblättern an einen der Pfeiler gekommen und so ein Ding abgerissen wäre, das hätte doch eine Katastrophe gegeben. Das wäre doch bis zur Badestelle am Sonderner Kopf geflogen.“

Was dem Piloten droht, wenn er identifiziert wird, konnte Winnemöller ebenfalls nicht sagen: „Das ist ein luftfahrtrechlicher Verstoß, der auf jeden Fall geahndet wird. Ob das noch mit einem Bußgeld abgetan wird, weiß ich nicht, das ist immer eine Einzelfallentscheidung. Ich könnte mir aber schon vorstellen, dass das als ein ziemlich krasser Fall eingeschätzt wird.“

Einfach wird die Identifizierung nicht. Zwar liegt das Video der Luftaufsicht vor, Erkennungszeichen, die auf den Bildern zu erkennen wären, trägt der schwarze Helikopter allerdings nicht.

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