Nach Anliegerprotesten

Verbotsschilder sollen Motorräder im Olpetal stoppen

Der Bahnübergang Am Olpebach in Benolpe 

Der Bahnübergang Am Olpebach in Benolpe 

Foto: Volker Eberts

Benolpe/Welschen Ennest.   Viele Motorräder nutzen die Anliegerstraßen in Welschen Ennest und Benolpe. Damit soll jetzt Schluss sein, sagt die Verkehrskommission.

Im Volksmund heißt der Verbindungsweg von Benolpe zum Wolfshorn in Welschen Ennest auch „Promilleweg“. Nach Einschätzung der Anlieger könnte man der Straße, die eigentlich in erster Linie ein Rad- und Fußgängerweg sein soll, auch den Namen „Bikerstraße“ oder „Motorradschleife“ verpassen. Denn die Bürger befürchten, dass spätestens zum Start der Motorradsaison wieder ganze Horden von Kradfahrern den Weg, der parallel zur B 517 führt, nutzen, mit allen unliebsamen Begleiterscheinungen.

Doch damit soll bald Schluss sein. Nach vielen Beschwerden aus der Bürgerschaft beider Orte hat in der letzten Woche die Verkehrskommission getagt. Ergebnis: „An der Einfahrt in die Straße Am Wolfshorn in Welschen Ennest soll das Verkehrszeichen 250 „Durchfahrt verboten“ mit dem Zusatz „Anlieger frei“ aufgestellt werden. Ein weiterer Zusatz weist darauf hin, dass die Durchfahrtbeschränkung erst nach einem Kilometer, also am Ortsausgang Welschen Ennest, beginnt. Dort soll dann mit einem weiteren Schild an die Sperrung für den Durchgangsverkehr „erinnert“ werden. Rüdiger Henrichs, Leiter des Ordnungsamts: „Wir werden es erst einmal so probieren und hoffen, dass die Änderung Erfolg hat.“ Parallel dazu werden die Behörden die neue Beschilderung den gängigen Entwicklern von Navigationssoftware mitteilen, damit die Änderung demnächst in die Navis eingepflegt wird.

Navis leiten durch die Ortschaften

Denn bis dato ist es so, dass Motorradfahrer, die von Kreuztal kommend in Richtung Kirchhundem wollen, automatisch in die Straße „Am Wolfshorn“ und weiter nach Benolpe statt über die B 517 in Richtung Kirchhundem geleitet werden. In Benolpe geht es hinter dem Bahnübergang dann weiter am Olpebach entlang, um über den Bahnweg zum Silberger Weg zu fahren.

Doch zunächst stranden die meisten hilf- und orientierungslos vor dem zweiten Bahnübergang, der mit einer Anrufschranke ausgestattet ist. Dann versuchen viele in privaten Haus- und Hofeinfahrten zu drehen, was die Anlieger zusätzlich nervt, besonders, wenn sich dort Motorradgruppen tummeln. In der letzten Ratssitzung hatte Gemeindevertreterin Kerstin Guntermann in Vertretung eines Anliegers solche Vorkommnisse im Detail geschildert. Die neuen Verbotsschilder sollen in Kürze montiert werden. Ob die Maßnahme fruchten, bleibt abzuwarten.

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