Theater

Theaterverein Ostentrop mit „Döner, Durst, Dosenwurst“

Szene aus dem neuen Schwank des Theatervereins Ostentrop.

Foto: Nicole Voss

Szene aus dem neuen Schwank des Theatervereins Ostentrop. Foto: Nicole Voss

Ostentrop.   Voll krasses Theater in Ostentrop: Laienschauspieler brillieren in dem Schwank Döner, Durst und Dosenwurst.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Voll krass gutes Theater und volle Bude am Mittwoch im Ostentroper Duarphius“, so würde es Erkan wahrscheinlich auf den Punkt bringen. Der junge Türke steht in gewisser Weise im Mittelpunkt des neuen Stücks des Theatervereins Ostentrop: „Döner, Durst und Dosenwurst“ aus der Feder von Bernd Gombold.

Erkan eröffnet sozusagen auf der „Kö“ von Ostentrop, wo die alte eingefahrene Geschäftswelt um ihre Umsätze und ihren Ruf bangt, eine Dönerbude. Gespielt wird der Exot auf der Einkaufsstraße von Ludger Schmidt, der die Rolle genial umsetzt. Alleine seine Ausdrucksweise ist der Kracher und er schafft es immer wieder, seine vermeintlich größte Konkurrentin, die Fleischereiverkäuferin Edeltraud (Ulla Schulte) in Bezug auf ihre nicht vorhandene Grammatik zu reglementieren.

Die verlässliche Mitarbeiterin der Metzgerei „Schweinehimmel“ setzt alles daran, dem jungen Unternehmer sein Geschäft streitig zu machen und feuert dabei einen Lachangriff nach dem anderen auf das Publikum ab. Beispiel: „Auf den Dönerspieß kommt der Euter von der Kuh. Von alten Kühen. Die spießen alles auf, was sie woanders nicht verkaufen.“

Josef Wurm mit Tattoos

Ulla Schulte meistert die Herausforderung der Wortspiele genial und ist sich sicher: „Wer so spät aufmacht wie „Sultan Döner“ darf sich nicht wundern, wenn das Buttersozialprodukt sinkt.“ Und schon lacht das Publikum wieder laut und lange.

In der Einkaufsstraße rund um den Marktplatz tummeln sich noch andere merkwürdige Zeitgenossen. Bestes Beispiel ist der schräge Joe. Mit unzähligen Tattoos behaftet, setzt Josef Wurm die Rolle des garstigen Banausen geradezu perfekt um. Das hätte ihm manch einer sicherlich nicht zugetraut. Stets ausgeglichen wirkend hat Friseurin Gitti (Katharina Schmidt) keinen leichten Stand. Trotz diverser Coupon-Aktionen, mit denen sie die Kundschaft anlocken will, drohen die Kunden: „Demnächst gehe ich zum Friseur nach Fretter.“

Markenzeichen ist Lokalkolorit

Ein Markenzeichen des Theatervereins Ostentrop ist es stets eine gehörige Portion Lokalkolorit in die Stücke zu bringen. Passend zur Situation kündigt ein knatternder Trecker die Ankunft von Bauer Karl (Bernd Röhrig), der auch die Ruhe eines Landwirtes auf der Bühne ausstrahlt, an. Dessen größte Sorge ist es, seinen Sohn August (Jürgen Jost) unter die Haube zu bringen.

Während die Dönerbude für Zündstoff sorgt, läuft das Geschäft für Erkan, dessen Bestellung per Telefon so klingt: „Vier Döner, zwei Pizzen und vier Dosen Bier zur Grundschule liefern. Bezahlung mit Papas Kreditkarte.“ Das ruft die Rektorin (Luisa o`Hara) auf den Plan, die sich prompt mit Erkan anlegt und nicht auf die Unterstützung des freizeitsüchtigen Polizisten (Meinolf Schröder) zählen kann.

Fest läuft aus dem Ruder

Das Marktplatzfest, zu dem Erkan einlädt, könnte die Protagonisten etwas näher zusammenbringen. Das Vorhaben misslingt, die Party läuft völlig aus dem Ruder. Am nächsten Morgen kann sich keiner mehr an die Geschehnisse der vergangenen Nacht erinnern, und weitere Turbulenzen nehmen ihren Lauf.

Wie es weitergeht, sehen Theaterfans bei den weiteren Aufführungsterminen im Duarphius in Ostentrop .

Ein gehöriges Lob gebührt auch dem Team hinter den Kulissen, Markus Eckert, Manfred Hoffmann, Meinolf Schulte, Robin Hellweg, Tobias Bieke, Christof Ditzel, Alfons Rohrmann und Stefan Schröder, das eine tolle Kulisse mit den einzelnen Geschäften und vielen Details (drehender Dönerspieß, elektrische Rollos, dekorierte Schaufenster) geschaffen hat.

Die weitere Termine der Aufführungen

Die weiteren A ufführungstermine sind der heutige Samstag, 30. Dezember, die beiden Freitage, 5. und 12. Januar, sowie Samstag, 13., Donnerstag, 18., und Samstag, 20. Januar.

Beginn der Vorstellungen im Ostentroper Duarphuis ist jeweils um 19.30 Uhr.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik