Bessere Luft im PZ

Theater der Lennestadt bekommt endlich eine Klimaanlage

Auch die „Blues Brothers“ kamen im PZ schon ganz schön ins Schwitzen.

Auch die „Blues Brothers“ kamen im PZ schon ganz schön ins Schwitzen.

Foto: Volker Eberts

Meggen.   Sanierung der ersten Belüftungsanlage nach 38 Jahren. Moderne Technik soll 20 Prozent Energie einsparen.

Es kommt vor, dass es im Theater der Lennestadt schon mal richtig heiß zugeht. Das kann mehrere Gründe haben: zum Beispiel ein Musical mit heißen Rhythmen oder eine Komödie mit heißen Turbulenzen. Dem ein oder anderen Schauspieler mag in den letzten 38 Jahren auch mal heiß geworden sein, weil ihm plötzlich der Text nicht einfiel. Auch dem Publikum wurde so manches Mal heiß, doch das hatte einen anderen Grund. Das Pädagogische Zentrum verfügt über 480 Sitzplätze und bei vollem Haus und entsprechenden Außentemperaturen wird es „mollig“ im Theater der Lennestadt. Doch das wird sich in der neuen Spielzeit ändern. Das PZ bekommt eine moderne Klimaanlage.

Seit dem Bau des Saals vor immerhin 38 Jahren gibt es nur eine Frischluftzufuhr, damit der Sauerstoffanteil im Saal nicht zu niedrig wird. Die Luft wird von außen angesogen und in den Saal geblasen, vorher aber nicht runtergekühlt. „Viele Besucher haben sich über die Hitze im Saal beschwert“, so Paul Kleffmann, Bereichsleiter Hochbau im Rathaus.

Die neue Anlage, die während der Sommerferien eingebaut werden soll, ist eine echte Klimaanlage und verfügt über zwei Kältemaschinen, die per Kran durch das Dach in das Dachgeschoss der Anne-Frank-Schule eingehoben und montiert werden.

Wie alle technischen Umrüstungen in öffentlichen Gebäuden der Stadt wurde auch hier die „Klimafrage“ gestellt.

„Wir können durch die neue Anlage von einer Energieeinsparung von 20 Prozent ausgehen“, so Paul Kleffmann. Zunächst muss die Stadt in finanzielle Vorleistung gehen. Die neue Klimaanlage schlägt mit Anschaffungs- und Planungskosten von rund 200.000 Euro zu Buche, dazu kommen noch die Umbaukosten. Der Aufbau wurde jüngst vergeben.

Molière zum Auftakt

Zum Beginn der neuen Spielzeit, wenn die Komödie „Die Streiche des Scapin“ von Molière im Theater der Lennestadt über die Bühne geht, soll alles fertig sein. Die Stadt und das neue Vorstandsteam der Kulturgemeinde Hundem-Lenne, dem neben dem langjährigen 1. Vorsitzenden Paul-Wilhelm Thiel Lucas Jonny Boehm, Petra Zimmermann und Jürgen Kalitzki angehören, hoffen, dass das Publikum die Vorstellungen bei wohltuenden Temperaturen und ohne Nebengeräusche genießen kann.

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