Gastronomie

Suerlänner Eck in Kirchveischede erhält Gütesiegel

Lars Martin, stellvertretender Dehoga-Geschäftsführer Westfalens (Zweiter von links) und Bernhard Schwermer, Vorsitzender der hiesigen Dehoga-Region (rechts) gratulieren Marion und Jörg Linneweber zum Gütesiegel.

Lars Martin, stellvertretender Dehoga-Geschäftsführer Westfalens (Zweiter von links) und Bernhard Schwermer, Vorsitzender der hiesigen Dehoga-Region (rechts) gratulieren Marion und Jörg Linneweber zum Gütesiegel.

Foto: Nicole Voss

Kirchveischede.   Restaurant erfüllt das Motto 2019„Westfälische Küche trifft Tradition“. Gastronomie setzt auf heimische Produkte. Preis seit 14 Jahren verliehen.

Als leuchtendes Beispiel aus Sicht des Dehoga, bezeichnete Lars Martin, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verbandes in Westfalen, das Restaurant Suerlänner Eck in Kirchveischede und überreichte das „Westfälische Gütesiegel“.

Seit 14 Jahren wird jährlich ein Betrieb pro Geschäftsstellenbereich ausgezeichnet, der sich bei den wechselnden Mottos besonders hervortut. Das diesjährige Motto lautet: „Westfälische Küche mit Tradition“ und trifft besonders auf den Kirchveischeder Gastronomiebetrieb zu.

Fokus auf regionale Spezialitäten

Inhaber Jörg Linneweber macht deutlich: „Wir verwenden viele Produkte aus der heimischen Gegend und setzen auch auf regionale Spezialitäten. Man muss sich profilieren und seinen eigenen Weg suchen. Qualität und Frische sind dabei oberstes Gebot.“

Die Mitarbeiter des Dohega schlagen jedes Jahr neue Gastronomien vor, die für sie eines Preises würdig sind. Anschließend wertet der Vorstand der Region die eingereichten Vorschläge aus und entscheidet über den Preisträger. „Kriterien gibt es keine. Es ist ein subjektiver Preis“, erklärt Lars Martin.

Bei der Übergabe der Urkunde ist auch Bernhard Schwermer, Vorsitzender der hiesigen Dehoga-Region anwesend und erklärt, warum die Wahl auf das Suerlänner Eck gefallen ist: „Es ist ein ortsbildprägendes Haus. In Zeiten, in denen Burger und Currywurst modern sind, ist eine westfälische Küche mit regionalen Zutaten herausragend.“

Lediglich zehn Vorschläge sind für potenzielle Preisträger eingegangen. Den stetigen Rückgang der Gastronomien sieht Schwermer vor allem darin, dass viele große Probleme damit haben, einen passenden Nachfolger zu finden und Familientraditionen nicht mehr fortgesetzt werden. Neben seiner Speisekarte, zeichnet sich das Suerlänner Eck in Kirchveischede auch durch seine Kreativität aus, wie beispielsweise das Spargelbuffet, Küchenpartys und die „Kreuz und Quer- Karte“.

Arbeit der Mitarbeiter schätzen

Die Verleihung des westfälischen Gütesiegels wurde ins Leben gerufen, um kleinere Betriebe mehr ins öffentliche Licht zu rücken und ihre Arbeit zu würdigen, erklärt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Dehoga-Verbandes in Westfalen. Und auch das Gemeinschaftsgefühl soll gestärkt werden: „Vor 14 Jahren entstand die Idee, dass wir einen Preis von Kollegen für Kollegen brauchen. Damit würdigen die Kollegen die Arbeit, die dahintersteckt“, erklärt er. Jedes Jahr wird ein neues Motto gewählt. Steht in diesem Jahr die westfälische Kultur im Fokus, waren es in den letzten Jahren noch „Gastronomie am Wasser“, „Kultur und Gastronomie“ sowie „Schönste Musikkneipe“. Das Suerlänner Eck befindet sich in einem der ältesten Fachwerkhäuser Kirchveischedes. Aus seiner 500-jährigen Tradition ist bekannt, dass es schon immer ein Ort der Rast und Einkehr für die Dorfbewohner und Reisende war.

Seit 1994 führen Marion und Jörg Linneweber die Tradition fort und bieten etwa 70 Gästen, nach umfangreichen Umbauarbeiten, die Möglichkeit, es sich gut gehen zu lassen.

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