Einbruchsserie

Stemmeisen statt Silvesterböller in Attendorn

Einbrecher versuchen mit allerlei Hilfsmittel in Wohnungen zu gelangen.

Foto: RALF ROTTMANN

Einbrecher versuchen mit allerlei Hilfsmittel in Wohnungen zu gelangen. Foto: RALF ROTTMANN

Attendorn.   Sechs Einbrüche in Attendorn. Polizei sucht nach drei Unbekannten mit Rucksäcken, die in der Silvesternacht anderes vorhatten, als zu feiern

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Sechs Einbrüche meldet die Polizei aus der Silversternacht in Attendorn. Dass es ein und dieselben Täter waren, hält Polizei-Pressesprecher Stephan Clemens „für nicht unwahrscheinlich“, auch wenn zwei Tatorte etwas aus dem Schema fielen. Clemens glaubt allerdings nicht an Profis, die gut vorbereitet auf Beutezug gegangen sind: „Bei einem Einbruch in ein Mehrfamilienhaus wie in Neu-Listernohl ist die Aussicht auf Beute eher bescheiden, aber das Entdeckungsrisiko hoch. Besonders clever wirkt das auf mich nicht.“ Müsste Stephan Clemens einen Tipp abgeben, würde er eher auf örtlich verankerte Gauner tippen, als auf gut organisierte Bandenmitglieder auf der Durchreise.

Dass ältere Mitbürger auch in der Silvesternacht aufs Feiern verzichten und sich wie gewohnt früh zur Ruhe begeben, hatten sie auch nicht auf dem Schirm: In zwei Fällen hätten sie schlafende Bewohner geweckt und fluchtartig das Feld räumen müssen.

Es hieß, die Täter hätten sich früh ans miese Werk gemacht: Bereits um 21.05 Uhr wurde der Polizei ein Einbruch in ein Einfamilienhaus in der Julius-Pickert-Straße gemeldet. Hier waren die Einbrecher durch das Aufhebeln einer Terrassentür ins Haus gelangt. Es wurden sämtliche Räume durchsucht und Bargeld entwendet. Zeugen meldeten kurz darauf drei verdächtige Männer mit Rucksäcken im Bereich der Straße Am Noacken.

Trotz einer sofortigen Fahndung, so Clemens, konnten diese nicht mehr angetroffen werden. Gegen 0.50 Uhr kehrten die Bewohner eines Einfamilienhauses in der Straße Am Noacken von einer Silvesterfeier zurück und meldeten der Polizei einen Einbruch. Hier verwendeten die Einbrecher eine Leiter, um durch ein Fenster im Obergeschoss ins Haus einzudringen. Es wurde Bargeld gestohlen.

Reich wurden die Täter in der Silvesternacht nicht. Obwohl die Verluste noch nicht abschließend addiert sind, dürfte in der Mehrheit der angerichtete Schaden größer sein als der Wert der Beute.

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