Europawahl

Startschuss zur Europawahl im Kreis Olpe

Fährt selbst einen Hybrid: Dr. Peter Liese (rechts, hier mit Jochen Ritter) nutzt das automatische Ladesystem der Firma Arthur Bräuer aus Kirchhundem. Foto:Riem Karsoua

Fährt selbst einen Hybrid: Dr. Peter Liese (rechts, hier mit Jochen Ritter) nutzt das automatische Ladesystem der Firma Arthur Bräuer aus Kirchhundem. Foto:Riem Karsoua

Kreis Olpe.   EU-Abgeordneter Peter Liese und Kreisvorsitzender Jochen Ritter präsentieren die Kernpunkte für die nächste Legislaturperiode.

Die heiße Phase des Europawahlkampfs im Kreis Olpe geht los. Im Rahmen eines Pressegesprächs präsentiert der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese gemeinsam mit dem CDU-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Jochen Ritter die Kernpunkte für die nächste Legislaturperiode. Unter den Überschriften Heimat, Gesundheit sowie Arbeit und Umwelt möchte Liese zusätzlich zum bundesweiten Wahlkampf persönlich vor Ort Akzente setzen.

Heimat

„Ich bin in dieser Region fest verankert“, sagt Dr. Peter Liese, der in Meschede geboren und aufgewachsen ist. Südwestfalen profitiere noch stärker als andere Regionen von den offenen Grenzen und gemeinsamen Standards im Binnenmarkt. „Wir sind die stärkste Industrieregion in NRW und die drittstärkste in ganz Deutschland. Wenn Europa nicht mehr funktioniert, trifft es unsere mittelständischen Unternehmen direkt“, macht er deutlich.

Der Brexit gebe einen Vorgeschmack darauf, was im schlimmsten Fall passieren könnte. Deswegen kämpfe er mit Leidenschaft gegen die Anti-Europäer, die sich teilweise in Europa immer weiter ausbreiten.

Außerdem macht er deutlich, dass die Region ganz konkret von EU-Fördermitteln profitiere. Allein der Kreis Olpe war bei den Wettbewerben im Rahmen des europäischen Regionalfonds sehr erfolgreich. So setzte sich die Firma Arthur Bräuer in Kirchhundem mit einem automatischen Ladesystem für nachhaltige Elektromobilität gegen ein Großunternehmen aus Frankreich durch.

„Das Ladesystem ist nun Standard für die EU“, freut er sich. Außerdem betont er, dass es ihm wichtig ist, die Schönheit und die Technologie der Region, sowohl für Einheimische als auch für Touristen, zu fördern.

Die Planung für die Regionale 2025, bei der es vor allem um Digitalisierung geht, hat begonnen. „Es ist zwar sehr sportlich gedacht, aber ich gebe mein Bestes, um auch hier den Zuschuss in Höhe von 30 Millionen Euro zu erhalten.“

Arbeit und Umwelt

„Ich habe in der vergangen Woche die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg persönlich getroffen“, berichtet Liese. Er betont, dass er es gut findet, wie die Schwedin auch viele Schüler und Schülerinnen im Kreis Olpe dazu motiviert hat, sich für den Klimaschutz einzusetzen.

Allerdings macht er deutlich: „Die Schüler müssen sich außerhalb der Schule engagieren. Auf Dauer kann kein Problem gelöst werden, wenn man ein Mal die Woche die Schule schwänzt.“

Nach der Wahl will Liese konkrete Schritte einleiten, damit Europa klimaneutral wird. Dabei ist ihm besonders wichtig, Arbeitsplatzsicherheit und Klimaschutz miteinander zu verbinden. „Es bringt nichts, wenn wir klimaneutral sind, aber keine Industriearbeitsplätze mehr haben“, so Liese.

Heftig kritisiert er deshalb die Bestrebungen der Grünen und von vielen Sozialdemokraten und Liberalen, die Technologie des Verchromens, von der in Südwestfalen tausende von Arbeitsplätzen abhängen, zu verbieten. „Unsere Sicherheitsstandards sind um einiges besser, als dass die Chromteile in Zukunft aus der Türkei oder China kommen.“

Gesundheit

Als gesundheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion setzt sich Liese auch für eine bessere medizinische Versorgung im ländlichen Raum ein. „Es werden immer mehr Praxen geschlossen, weil einfach der Nachwuchs fehlt“, weiß er. Deshalb unterstützt er das Projekt zur Schaffung von Medizinstudienplätzen an der Universität Siegen und zur Versorgung der Menschen mit Hilfe moderner Technologien .

Gemeinsam mit dem Spitzenkandidaten der Christdemokraten, Manfred Weber, kämpft Peter Liese gegen den Krebs. „Wir wollen unseren Beitrag leisten, das in Europa in 20 Jahren niemand mehr an Krebs sterben muss.“ Dafür wurden bereits erste Schritte, wie eine verstärkte europäische Forschungsförderung in Höhe von 120 Milliarden Euro eingeleitet, die über sieben Jahre fließen soll.

Weitere Nachrichten, Fotos und Videos aus dem Kreis Olpe finden Sie hier.

Folgen Sie der Westfalenpost Kreis Olpe auch auf Facebook.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben