Coworking

Start-Up-Unternehmen vermietet Büroarbeitsplätze auf Zeit

Von links: Vermieter Meinolf Hanses, Maximilian Müller, Patricia Geisler und Bürgermeister Stefan Hundt vor den neuen Büroräumen in der Hundemstraße in Altenhundem. 

Von links: Vermieter Meinolf Hanses, Maximilian Müller, Patricia Geisler und Bürgermeister Stefan Hundt vor den neuen Büroräumen in der Hundemstraße in Altenhundem. 

Foto: Volker Eberts

Lennestadt.   Der Kreis Olpe bekommt seinen ersten Coworking-Space. Das Medienwerk Lennestadt setzt in Altenhundem auf den Trend.

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Vor ein paar Monaten hat er sein Abitur gemacht, ist nun bereits selbstständiger Unternehmer und im März startet er mit dem ersten „Coworking-Space“ sein neuestes Projekt im eigenen Großraumbüro in der Lennestädter City. Das Tempo, das Maximilian Müller aus Altenhundem vorlegt, ist rasant und so hoch, dass der 19-Jährige für ein Studium oder eine qualifizierte Ausbildung überhaupt keine Zeit hat und als Autodidakt auch nicht brauche, sagt er.

Praktika in der Medienwelt, u. a. auch in der WP-Redaktion in Lennestadt, viel lesen und recherchieren lieferten das Basis-Knowhow. Ausgestattet mit Talent, Lust und Leidenschaft für Film und Fotografie, gepaart mit Durchsetzungsvermögen, einem gesunden Selbstbewusstsein und dem Blick für erfolgsversprechende Konzepte bringt Maximilian Müller vieles mit, was ein erfolgreicher Unternehmer braucht. Und: „Das Wichtigste sind gute Kontakte“, so Müller und die hat er offensichtlich.

Unter seinen Kunden sind Unternehmen wie Gedia in Attendorn, die City-Galerie in Siegen, Mode Fischer, etc. Für diese liefert er Imagefilme, Webdesign und vieles mehr.

Im März 2019 startet Müller mit seinem Start-Up-Unternehmen „Medienwerk Lennestadt GmbH“ ein ganz neues Projekt. Das Unternehmen bezieht zusammen mit der Fotografin Patricia Geisler, die mit ihrem Studio aus der Hundemstraße in Kirchhundem in die Hundemstraße in Altenhundem umsiedelt, 110 Quadratmeter Bürofläche in der Hundemstraße 47, um dort eine „Symbiose aus moderner Werbeagentur, Fotostudio, und dem ersten „Coworking-Space“ im Kreis anzubieten.

„Coworking“ heißt, dass Müller in dem offenen Großraumbüro zwei bis drei voll ausgestattete Büroarbeitsplätze inklusive Besprechungsraum und Kaffeemaschine zur Verfügung stellt,, die für einen bestimmten Zeitraum, Woche oder Monat etc., angemietet werden können.

Aus stationär wird mobil

Denn im Zeitalter der Digitalisierung werden viele stationäre Schreibtischarbeitsplätze zunehmend mobil. Immer mehr Jobs erwarten Flexibilität, zum Beispiel von Mitarbeitern im Außendienst, die vor Ort ein Projekt abwickeln. Ein Konzept, das einleuchtet, auch Vermieter Meinolf Hanses, der sich bewusst für die Bürogemeinschaft Müller/Geisler als Mieter entschieden hat. Hanses: „Wir sind von dem Konzept überzeugt, wir Älteren reden immer von Digitalisierung aber die jungen Leute machen es vor.“

Überzeugt vom Projekt der Medienwerk Lennestadt GmbH war auch die IHK. Sie schlug das Start-Up -Unternehmen für das Gründerstipendium NRW vor. Seit einigen Tagen hat Müller die Zusage in der Tasche und wird nun vom Land mit 12.000 Euro Starthilfe gesponsert.

Die Idee zum „Coworking-Space“ reifte im Rahmen der städtischen Zukunftsoffensive Lennestadt 2030, was besonders Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt freut. „Ich freue mich, wenn sich zwei junge Menschen auf den Weg machen und den Mut haben sich in die neue Medienwelt zu stürzen.“

Zur Vorstellung der neuen Geschäftsräume in der Hundemstraße hatte der Bürgermeister gestern gleich einen Auftrag für das junge Unternehmen mitgebracht. Ab Januar kümmert sich die Medienwerk GmbH um den Auftritt der Stadt in den Sozialen Medien.

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