Kommunales

Städtebauliches Konzept Olpe: Das ist der aktuelle Stand

Luftbild vom Marktplatz Olpe und neugotische, katholische St.-Martinus-Kirche in Olpe katholische Pfarrkirche in Olpe im Sauerland im Bundesland Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Luftbild vom Marktplatz Olpe und neugotische, katholische St.-Martinus-Kirche in Olpe katholische Pfarrkirche in Olpe im Sauerland im Bundesland Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Olpe.  Im jüngsten Bauausschuss wurden die Zwischenergebnisse des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) vorgestellt. Das ist der aktuelle Stand.

Rainer Kalscheuer, Gebietsleiter der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK), hat in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses Olpe die aktuellen Zwischenergebnisse des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) vorgestellt. An dem Entwurf soll in den kommenden Monaten weiter gearbeitet, das vorläufige Konzept im Rahmen einer öffentlichen Bürgerversammlung erörtert werden. „Wir haben es hier mit konzeptionell hochspannenden und zukunftsweisende Themen zu tun“, betont Kalscheuer.

Seit knapp zwei Jahren arbeitet die DSK nun an dem integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept. Zahlreiche Unterlagen, Gutachten und Konzepte wurden zwischenzeitlich ausgewertet, Stärken, Chancen, Schwächen und Risiken bewertet. „Wir müssen in den nächsten Jahren einen Spagat schaffen. Auf der einen Seite, müssen wir das Paket schnüren und Maßnahmen konkretisieren. Auf der anderen Seite müssen wir aber flexibel bleiben“, erläutert Kalscheuer. „Es soll schließlich kein statisches Produkt sein, denn die Erkenntnisse werden sich dynamisch weiter entwickeln.“

Ziel ist es, einen attraktiven Begegnungsraum zu schaffen. Die Potenziale im Bereich Freizeit, Sport und Tourismus sollen genutzt werden. In der Summe hat die DSK insgesamt 55 Einzelmaßnahmen und Projekte identifiziert. Kalkuliert wird mit einem Zeitraum zwischen fünf und zehn Jahren. Der räumliche Fokus liegt auf dem Biggeumfeld. Das Konzept sieht vor, öffentliche und private Maßnahmen zu kombinieren. Im Rahmen dieser bisherigen Projekte ist unter anderem der Rückbau des Realschulgebäudes, das neue Rathaus, Förderung des Radverkehrs, E-Mobilität, das „House of learning“ am SGO sowie eine Errichtung von Bigge-Terassen vorgesehen.

Hohe Bürgerbeteiligung

Ein weiterer Punkt ist die Erweiterung von historischen Plätzen. „Noch gibt es keinen Olper Platz“, merkt Kalscheuer an. „Vielleicht könnte aus dem Umfeld des neuen Rathauses ein Olper Platz werden.“ Andere Projektideen sind hingegen weggefallen. Zu diesen Ideen gehörte unter anderem ein Supermarkt auf dem Bahnhofsgelände und die komplette Renaturierung der Bigge. „Es gibt noch was zu tun über die nächsten Monate“, sagt Kalscheuer. „Bis September soll das Paket geschnürt werden.“ Das vorläufige Konzept trifft bei den Ausschussmitgliedern mehrheitlich auf Zustimmung. „Ich glaube, dass wir da insgesamt auf einem richtig guten Weg sind“, sagt Carsten Alexander Sieg (CDU) und fügt hinzu: „„Wir haben dieses ISEK mit hoher Bürgerbeteiligung durchgeführt.“

Für Diskussionen sorgt allerdings die Formulierung des Auslobungstextes für die Durchführung des Architektenwettbewerbs zum Neubau des Bürgerhauses (wir berichteten). Denn dort wird ein Rückbau des ehemaligen Bahnhofsgebäudes nicht ausgeschlossen. Sieg betont ausdrücklich, dass es sich um keine Vorentscheidung handelt. Auch Volker Reichel hebt hervor, dass die Ergebnisse des Wettbewerbes lediglich offen gehalten werden sollen, um möglichst viel Gestaltungsfreiheit zu haben.

Auch das geplante integrierte Museum in das neue Rathaus sorgt erneut für Diskussionen. Seitens der FDP wird die Meinung vertreten, dass Olpe „zu klein für ein großes Museum“ ist. Regelmäßige aber zeitlich begrenzte Ausstellungen seien völlig ausreichend. Der Antrag, den Begriff „Museum“ durch „multifunktionale Flächen“ zu ersetzen, um diese in Zukunft flexibler nutzen zu können, lehnen die Ausschussmitglieder aber mehrheitlich ab.

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